Altersvorsorge mit Fonds

Die eigene Altersvorsorge mit Fonds zu betreiben ist eine kostengünstige und viel versprechende Alternative zu herkömmlichen Rentenversicherungen. Gerade Aktienfonds konnten in der Vergangenheit deutlich bessere Renditen erzielen, als das mit einem Sparbuch, einem Bausparvertrag oder Anleihen möglich gewesen wäre.

Es sei vornweg gesagt, das die Altersvorsorge mit Fonds einige Zeit, Wissen und Recherchearbeit erfordert. Die private Altersvorsorge sollte allgemein zu wichtig sein, um Entscheidungen auf Basis einer einzigen Quelle oder weniger Minuten investierter Zeit zu fällen. Bei einem Anlagehorizont von 20, 30 oder 40 Jahren kann ein Prozent leichtsinnig verschenkte Rendite bereits einige tausend Euro Verlust bedeuten. Es gilt also beim Thema Altersvorsorge mit Fonds die nötige Sorgfalt walten zu lassen.

Zunächst sollte das persönliche Risikoempfinden, der individuelle Anlagehorizont und die verfügbaren Mittel geprüft werden. Möchten sie einen Fondssparplan besparen oder lieber einmalig eine bestimmt Summe investieren?

Haben sie sich für ihre Altersvorsorge Strategie entschieden, geht es an die Auswahl geeigneter Produkte. Eine Altersvorsorge mit Fonds sollte immer um einen global investierenden Fonds mit geringer Wertschwankung erfolgen. Ein Klassiker ist zum Beispiel der Templeton Growth Fund.

Ist der Basiswert für das Depot gewählt, können sie nach interessanten Ergänzungen Ausschau halten. Hierbei gilt es zu beachten, das kurzfristige Trends wie die Nanotechnologie für die Altersvorsorge denkbar ungeeignet sind. Wie viele Fonds sie für ihre Altersvorsorge auswählen bleibt natürlich ihnen selbst überlassen, vermeiden sie es jedoch sich zu verzetteln. Es nützt ihnen nichts, wenn sie in jeder einzelnen Aktie dreifach investiert sind.

Beachten sie weiterhin, dass spekulative Fonds mit Anlagegebieten wie den Emerging Markets höchstens als Beimischung für das Depot geeignet sind. Unter Beimischungen versteht man in der Regel weniger als zehn Prozent des gesamten Depotwerts.

Rentenfonds sollten sie kritisch betrachten, auch wenn diese Produkte oftmals als vermeintlich sicherer Hafen angepriesen werden. Zum einen investieren die erfolgreichen Rentenfonds nicht selten auch einen beträchtlichen Anteil ihres Volumens in Aktien, zum anderen ist die Direktanlage in Rentenpapiere wie zum Beispiel Bundeswertpapiere oftmals attraktiver und kostengünstiger.

Haben sie ihr Depot zusammengestellt, gilt es die Nerven zu behalten. Drehen sie sich nicht wie eine Fahne im Wind, wenn die Börsen einmal schlecht laufen. Gerade Aktienfonds sind nur als langfristige Anlage geeignet.

Ist ihnen die Auswahl, Betreuung und das Risiko einer selbst betriebenen Altersvorsorge mit Fonds zu hoch, bieten Riester Fonds eine interessante Alternative. Riester Renten Verträge können auch fondsgebunden abgeschlossen werden. Hier kann der Anleger einerseits steuerliche Vorteile und attraktive staatliche Förderungen generieren, andererseits übernehmen dann Profis die Fondsauswahl für sie. Beachten sie jedoch, dass Riester Renten Verträge Abschlussgebühren, Verwaltungsgebühren und in der Regel auch Ausgabeaufschläge mit sich führen.

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