Riester Rente im Vergleich zur Rürup Rente
Ursprünglich basierte die gesetzliche Rente auf dem Generationenvertrag. Das bedeutet, dass die heutigen gesetzlich versicherten Arbeitnehmer die Rente für die aus dem Arbeitsleben ausgeschiedenen Menschen bezahlen. Das ging solange gut bis genügend junge Leute für wenige alte Menschen zahlen mussten. In Deutschland sind allerdings die Geburten seit Jahrzehnten rückläufig und die Menschen werden immer älter. Dadurch klafft ein riesiges Loch bei der Finanzierung der gesetzlichen Altersversorgung, das der Staat allein nicht schließen kann.
Diese Entwicklung wurde von der Politik in Deutschland zwar erst spät erkannt, aber durch die Förderung der privaten Altersvorsorge wurden die richtigen Schritte eingeleitet. In dem Zusammenhang machen zwei Begriffe die Runde, die Rede ist von der Riester- und Rürup Rente. Die Riester Rente im Vergleich zur Rürup Rente ist ausschließlich Arbeitern und Angestellten vorbehalten.
Die Riester Förderung wurde 2001 eingeführt. Es gibt eine Grundförderung für Alleinstehende und Ehepaare. Aufgrund der Kinderzulage ist die Riester Rente besonders für Familien mit Kindern interessant. Die Riester Rente ist unabhängig von Hartz IV, kann also nicht gepfändet werden. Außerdem ist der Beginn der Rente flexibel wählbar. Falls gewünscht, können bis zu 30% der Riester Rente als Einmalzahlung bei Rentenbeginn in Anspruch genommen werden. Die angesparte Summe darf im Todesfall auch an die Hinterbliebenen vererbt werden.
Während die Riester Rente im Vergleich zur Rürup Rente für unselbständig Beschäftige geschaffen wurde, so wendet sich die Rürup Rente, auch als Basisrente bezeichnet, ausschließlich an Selbständige und Freiberufler, die nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen. Hier sind vor allem die steuerlichen Aspekte, wie hohe Rückzahlungen oder die nachgelagerte Besteuerung der Aufwände erst im Rentenalter wichtig. Die Rürup Rente bleibt auch von Hartz IV oder einer möglichen Insolvenz unberührt.
Die Riester Rente im Vergleich zur Rürup Rente wendet sich zwar eine andere Bevölkerungsgruppe, aber beide verfolgen das gleiche Ziel, das ist die Sicherung des Lebensstandards im Alter.