Regeln für optimale Weihnachtsgeschenke

Das optimale Weihnachtsgeschenk erfreut den Beschenkten genauso wie den Schenkenden. Dabei ist das Geschenk im Idealfall eine echte Überraschung für den Empfänger des Präsentes. Zwar können die Herren bei der Damenwelt Länderpunkte sammeln, wenn man diesen etwas schenkt, was sie sich schon einmal ausdrücklich gewünscht haben.

Aber das wäre ja langweilig für den Schenkenden, wenn es keine 100%ige Überraschung ist. Ganz verboten sind die klassischen Langweiler-Geschenke wie Parfüm von Douglas oder noch schlimmer ein Gutschein. Da kann der Gähnfaktor nicht übertroffen werden. Auch die Kauftransaktion ist für den Käufer eine Zumutung. Diese gelackten und an Sterilität nicht zu überbietenden Geschäfte gehen wirklich gar nicht.

Statt dessen sollte man sich beim Kauf dem echten Kauferlebnis beim guten alten Facheinzelhandel hingeben. Da kann man sich dann ausführlich beraten lassen. Angenommen man will als Dame seinem Liebsten einen wirklich guten Whisky kaufen, dann bekommt man hier auch eine verstaubte Flasche feinsten Whisky, der so lange gelagert hat, dass die Distillery inzwischen Pleite gegangen ist und gar nicht mehr existiert. Dieser Umstand wird dann zu einer schönen Geschichte, die das Geschenk unvergesslich macht.

Sehr zu empfehlen sind auch Weihnachtsgeschenke mit einem echten Event-Charakter. Damit sind nicht irgendwelche langweiligen Musicalabende gemeint. Wie wäre es mit einem Besuch auf dem Leuchtturm Roter Sand, der nur an einigen wenigen Tagen im Jahr möglich ist? Damit tut man auch noch etwas Gutes, weil man zum Erhalt des Baudenkmals beiträgt. Es gibt auch zuweilen Angebote, den einen oder anderen Leuchtturm per Segelboot anzusteuern.

Immer wieder interessant sind auch Weinproben oder Kochkurse. Hier trifft man in der Regel lauter tolle und originelle Leute, so dass der Abend und damit das Weihnachtsgeschenk wirklich unvergesslich wird.

Klaus-Martin Meyer

Traumhafte Spieldosen aus der Kunsthandwerkstube.

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