Augen auf beim Autokauf
Die Autoindustrie schreibt das Jahr eins nach der Abwrackprämie. Für viele potenzielle Autokäufer ist nun wieder ein Gebrauchtfahrzeug erste Wahl, denn der Markt bietet gegenwärtig Schnäppchen in Hülle und Fülle.
So weit so gut, doch worauf sollten Sie beim Autokauf achten? Sportwagen oder Familienkutsche, Statussymbol oder Gebrauchsgegenstand - zunächst müssen Sie sich darüber klar werden, was Sie von ihrem zukünftigen Gefährt erwarten. Wenn Sie öfter in Innenstädten unterwegs sind achten Sie auf die grüne Feinstaubplakette! Und bedenken Sie: Benzin wird immer teurer!. Höchste Zeit, über alternative Kraftstoffe nachzudenken.
Der Blick ins Internet oder ein Spaziergang über den Hof eines Gebrauchtwagenhändlers hilft bei der ersten Orientierung. Plattformen wie Mobile.de, Autoscout24.de oder auch Ebay halten nicht selten ein Schnäppchen parat. Doch Vorsicht vor Spontankäufen. Selbst wenn eine Gelegenheit noch so günstig klingt sollte man nie auf eine persönliche Besichtigung und eine Probefahrt verzichten..
Am besten nehmen Sie für Ihren Autokauf einen fachkundigen Begleiter mit. Achten Sie auf Beschädigungen wie nachlackierte Stellen, die auf einen früheren Unfall hindeuten. Passen Kilometerstand und Baujahr zum Allgemeinzustand des Fahrzeuges oder wurde hier eventuell am Tacho manipuliert? Schauen Sie unter die Motorhaube. Ein total verdreckter, aber auch ein zu sauberer Motorraum sollte Sie stutzig machen. Eventuell wird hier versucht, eine Undichtigkeit zu verschleiern. Ziehen Sie nicht ihren Sonntagsanzug an, denn Sie sollten auch mal unters Auto schauen um dort Roststellen zu entdecken.
Bei der Probefahrt scheuen Sie sich nicht, mal richtig aufs Gas zu treten und auch die Bremsleistung zu kontrollieren. Achten Sie auf Motor- und Fahrwerksgeräusche und ermahnen Sie den Verkäufer ruhig, seinen Redefluss einen Moment zu unterbrechen. Weißer oder schwarzer Qualm aus dem Auspuff ist ein sehr schlechtes Zeichen und sollte Sie vom Autokauf abhalten. Prüfen Sie, ob die Papiere vollständig sind: Die zwei Zulassungsbescheinigungen, TÜV und AU, sowie eventuell Wartungsunterlagen. Sind Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen worden, sollten diese auch in die Papiere eingetragen sein. Für wenig Geld können Sie alternativ einen professionellen Gebrauchtwagencheck beim TÜV, ADAC oder auch bei vielen Werkstätten machen lassen.
Nehmen Sie zum Autokauf ausreichend Bargeld mit. So mancher Verkäufer geht eher auf Ihren Preisvorschlag ein, wenn Sie ihm das Geld direkt unter die Nase halten.
Bestehen Sie in jedem Fall auf einem regulären Kaufvertrag. Entsprechende Formulare können Sie auf zahlreichen Internetseiten herunterladen. Kontrollieren Sie nochmals alle Fahrzeugdaten und auch die Personalien des Verkäufers und bezahlen Sie erst, wenn Sie alle Unterlagen und die Fahrzeugschlüssel erhalten haben.