Druckerpatronen - die Ratenzahlung für den Drucker

In Zeiten, in denen der Drucker mit Druckerpatrone kaum mehr kostet als die Druckerpatronen selbst, muss man als Verbraucher die Strategie der Hersteller kritisch hinterfragen.

Für mich ist klar erkennbar, dass die Hersteller hier mit dem Verbraucher eine Ratenzahlung vereinbaren. Mit jedem Neukauf der Druckerpatronen wird ein Stück der Hardware mitbezahlt.

Die Hersteller preisen ihre Drucker als Alleskönner an, mit dem man sogar auf Knopfdruck das brillante Farbfoto in Windeseile ausdrucken kann. Selbst die günstigsten Geräte haben hier schon Anschlüsse für die Digitalkamera, um den Verbraucher zu einem schnellen Fotodruck zu animieren.
Sie verschweigen aber, dass dieser Ausdruck ein Vielfaches von dem kostet, was ein Online-Belichter oder das Fotolabor um die Ecke für ein ordentliches Foto verlangen würden.

Die "Geiz ist Geil" - Kampagnen der einschlägigen "blöd" - Märkte animieren jede Woche aufs Neue zum Kauf solcher Billigdrucker.
Mittlerweile werden in den Prospekten Drucker angeboten, die zu einem Preis von um die 50 Euro Erstaunliches bieten, jedoch sind die Verbrauchskosten solcher Drucker dermaßen hoch, dass ein verantwortungsvoller Verbraucher sich nicht traut, auch nur ein einziges Foto mit einem solchen Drucker zu Papier zu bringen.

Die namhaften Hersteller von Druckern bringen neue Modelle in immer kürzeren Abständen auf den Markt, um den Herstellern von kompatiblen Druckerpatronen das Herstellen von Ersatzpatronen zu erschweren.
Für die Hersteller von kompatiblen Druckerpatronen lohnt sich die Entwicklung und Produktion von Tintenpatronen nur, wenn die Modelle der Drucker eine gewisse Marktpräsenz haben - und das versuchen die Hersteller der Drucker gezielt durch die Masse der Modelle zu vermeiden.

Anlass für diesen Artikel ist meine Erfahrung mit einem Drucker eines namhaften Herstellers. Ja, ich habe mich auch dazu verleiten lassen, so einen Billigdrucker als Zweitdrucker zu kaufen. Mein Gedanke war, dass eventuell für einen eiligen Ausdruck so ein Drucker Sinn machen würde, aber zu diesem Ausdruck kam es nicht.
Nachdem ich bis auf 2 bis 3 Testausdrucke den Drucker nicht weiter verwendet hatte, wollte ich nach einigen Wochen tatsächlich ein Foto eines Gastes auf diesem Drucker ausdrucken, aber die Druckpatronen waren leer. Ich vergaß wohl den Drucker auszustellen, so hat er sich bei jedem Neustart des Rechners initialisiert.
Und wahrscheinlich empfindet der Hersteller seine Druckertinte als so minderwertig, dass er sie exzessiv zum Reinigen der Düsen verwendet. Auf jeden Fall waren die Patronen leer.

Fazit kann also nur sein: sich vor dem Kauf eines Druckers ausgiebig mit den Druckkosten auseinander zu setzen und seine persönlichen Druckgewohnheiten zu durchleuchten. Ein Billigdrucker, mit dem allgemein hohe Verbrauchskosten einhergehen, macht nur für den Gelegenheitsdruck Sinn.
Gute Erfahrungen habe ich mit Canon Durckerpatronen gemacht.

Weitere Artikel in der Rubrik Computer und Technik