Ablauf einer Festplatten Datenrettung

Es beginnt mit der telefonischen Kontaktaufnahme zu einem Speziallabor, welches sich umfangreich über verschiedene Punkte informiert, damit eine Prognose für eine erfolgreiche erstellt werden kann.
Es werden Fragen gestellt nach:

  • Welches Betriebssystem wird verwendet? (Windows, Linux, …)
  • Um wie viele Partitionen in welcher Größe handelt es sich?
  • Welche Dateisysteme finden wir vor? (FAT16, FAT32, NTFS, ext2/3, RiserFS, …)
  • Bitte beschreiben Sie uns den Fehler.
  • Welche Rettungsversuche (evtl. per Software) haben Sie unternommen?

Daraufhin werden die für den Rettungsversuch entstehenden Kosten ermittelt. Eine große Anzahl der Datenretter nennen jedoch einen Festpreis, der zum Beispiel für Diagnose und Datenrettung per GByte berechnet wird. Diese Kalkulationsart lässt sich auch im Internet recherchieren, was den Vorteil hat, dass man Preise und Leistungen unterschiedlicher Datenretter vergleichen kann.

Hat man sich für ein Speziallabor entschieden, sendet man die Festplatte dorthin oder lässt sie ggf. abholen. Aufgrund der dort gestellten Diagnose entscheidet der Kunde dann, ob eine Datenrettung durchgeführt werden soll. Dabei ist es maßgeblich, ob die Menge der noch brauchbaren Daten den Aufwand rechtfertigt. Kommt es zum Auftrag, wird zunächst versucht, die Festplatte in Betrieb zu nehmen - mit dem Ziel, zumindest ein Datenabbild zu erstellen. Die eigentliche Festplatten Datenrettung erfolgt jedoch immer mit einer Kopie der Daten und nicht auf dem defekten Medium.

DATENRETTUNG Hotline
0800-096 0000

Datenrettung ist eine Frage des Vertrauens...

Zunächst wird die Festplatte in Augenschein genommen. Beim Einschalten wird auf ungewohnte Geräusche geachtet. Teilweise können zu diesem Zeitpunkt schon bestimmte Fehler festgestellt werden. Kommen mechanische Fehler nicht in Betracht, versucht man ein Auslesen der Daten über den Festplattencontroller. Mit speziellen Low-Level-Tools wird ein Backup ausgeführt. Arbeitet der Controller nicht oder nicht ordnungsgemäß, werden u.U. die Festplattenelektronik oder andere mechanische Teile ausgewechselt. Aus diesem Grund führt ein Speziallabor ein umfangreiches Ersatzteillager, selbst für seltenere Festplattenmodelle. Ist ein Öffnen der Festplatte erforderlich, geschieht dies in einem Reinraum oder einer Clean-Box. Unter einem Reinraum versteht man einen Raum mit der Klasse S100, das bedeutet, dass max. 100 Staubpartikel per Kubikfuß Raumluft erlaubt sind. Ein Betreten ist nur mit Schutzanzug erlaubt.
Hingegen ist die Clean-Box ein Kasten mit einem Abzug, welcher eine Luftreinheit von ebenfalls S100 herstellt. Dies hat den Vorteil, dass man hier ohne aufwändige Schutzkleidung arbeiten kann. Trotz der genannten Sicherheitsmaßnahmen lassen sich die Speziallabore eine schriftliche Genehmigung zur Öffnung der Festplatte geben. Jedoch ist das Brechen des Garantiesiegels nicht automatisch gleichzusetzen mit einem Garantieverlust. Speziallabore können gekennzeichnete Festplatte ohne Schwierigkeiten beim Festplattenhersteller austauschen.

Speziallaboren ist aber auch eine Datenrettung bei Bändern, magnetooptischen Medien, CDs und DVDs möglich. Dabei werden evtl. Risse geflickt, gereinigt oder mögliche Knicke geglättet.
Datenrettungen nehmen normalerweise 2 - 3 Tage in Anspruch, aber auch schnelle Hilfe binnen 24 Stunden ist möglich. Die wiederhergestellten Daten werden dem Kunden mittels Datentransfer oder per CD-R wieder zugänglich gemacht. Zur Sicherheit des Kunden werden die geretteten Daten erst nach einigen Tagen endgültig gelöscht. Das defekte Medium erhält der Kunde zurück.

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