Die Festplatte
Ein wichtiges Speichermedium des Computers ist die Festplatte, aus dem Englischen auch unter Hard Disk bekannt. Das Betriebssystem, Software und Daten unterschiedlichster Art können hier dauerhaft gespeichert werden.
Öffnet man die Festplatte, so sieht man 3 Magnetscheiben, Lesekopf und Mechanik vor sich.
Eine oder mehrere rotierende Platten, ein Antrieb, ein beweglicher Schreib-/Lesekopf, eine Steuerelektronik sowie eine Schnittstelle zwecks Verbindung zum Computer sind die Bestandteile einer Festplatte.
Die durchschnittliche Umdrehungsgeschwindigkeit einer Festplatte im Arbeitsplatzrechner (größtenteils IDE-Platten) liegt im Bereich von 5.400 bis 7.200 Mal pro Minute. Die in Servern verwendeten Festplatten, meist so genannte SCSI-Platten, rotieren normalerweise mit 10.000 oder 15.000 Umdrehungen pro Minute.
Die Hard Disk, bzw. Festplatte, besteht aus mehreren rotierenden, übereinander liegenden Metallscheiben, in der Regel aus Aluminium oder einer Aluminium-Legierung. Inzwischen existieren aber auch schon Neuheiten aus Glas. Die Scheiben haben eine Beschichtung mit magnetisierbarem Material und eine Aufteilung in Blöcke und Sektoren, die damit kleinere logische Einheiten bilden. Ein Block wird von mehreren Sektoren gebildet. Dies bedeutet, dass ein Betriebssystem z.B. 2 Sektoren von je 512 Bytes zusammenfasst und somit ein Block mit einer Größe von 1.024 Bytes entsteht.
Die fortwährende Speicherung der Daten erfolgt in der Weise, dass der Schreib-/Lesekopf als kleiner Elektromagnet die verschiedenen Sektoren unterschiedlich polarisiert. Mit Gigabyte (GB) wird die Kapazität einer Festplatte angezeigt. Diese beträgt durchschnittlich heutzutage 60 - 400 GB, dies bedeutet Mrd. Byte (Stand Anfang 2004), anders als in den meisten anderen IT-Bereichen.
Die meistverwendeten PC-Schnittstellen sind SCSI und ATA (EIDE, IDE), wobei jedoch seit 2002 die Bedeutung von Serial ATA sich immer weiter steigert. Allgemein gebräuchliche Schnittstellen wie USB und FireWire gewinnen im mehr an Bedeutung für den Anschluss. Rechenzentren dagegen verwenden meist die erheblich teureren Festplatten mit Fibre Channel-Interface. Eine preislich niedrige und somit interessante Möglichkeit bietet für den Privatmann die Verwendung einer externen USB-Festplatte. Der relativ hohe Datendurchsatz bei USB2 garantiert einen schnellen Datenzugriff.
Es gilt, Datenverlusten vorzubeugen, die durch den Ausfall der Festplatten möglich sind.
Dies kann geschehen durch einen Head-Crash (Aufsetzen des Schreib-/Lesekopfes), eine Fehlfunktion in der Steuerelektronik oder Verschleiß.
In wichtigen Anwendungsbereichen werden deshalb häufig mehrere Festplatten zur Steigerung der Ausfallsicherheit eingesetzt. Damit verbessert man zusätzlich den Datendurchsatz, erreicht zudem eine striped (erhöhte Geschwindigkeit) oder mirrored (erhöhte Sicherheit) RAID oder ein Produkt aus beidem (RAID Level 5 oder höher).