Voice Over IP (VoIP)

Voice Over IP (VoIP) erlebt zur Zeit einen Boom. In sämtlichen Medien sieht und hört man immer mehr von diesem Begriff und auch die DSL-Anbieter umwerben Ihre Kunden mit Voice Over IP Pakten. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff und für wen lohnt sich diese Technik?
Die IP-Telefonie unterscheidet sich im Wesentlichen von der herkömmlichen Telfonie in der Übertragung. Anders als im Festnetz werden die Sprachinformationen nicht über eine geschaltete Verbindung in einem Telefonnetz hergestellt, sondern durch das Internetprotokoll (TCP/IP) in Datenpakete aufgeteilt, die in einem Netzwerk zum ausgewählten Ziel gelangen.
Die Analoge Sprache wird digitalisiert und mit einem Codec codiert.
Vorraussetzung für die IP-Telefonie ist ein DSL-Anschluss, sinnvoll zu dem eine Flatrate oder ein ausreichender Volumentarif. Dabei spielt es keine Rolle, ob man nur auf ein paar Cent im Monat Gesprächskosten kommt oder Vieltelefonierer ist, ein Umstieg lohnt sich auf jeden Fall und man wird sich über eine deutlich sinkende Telefonrechnung freuen.
Doch IP-Telefonie ist nicht gleich IP-Telefonie, bevor man in den Genuss des weltweiten günstigen bis kostenlosen Telefonierens kommt, muss man sich zuerst einmal überlegen über welche Infrastruktur man den Service nutzen möchte. Es gibt drei Wege über die man übers Internet telefonieren kann:

  1. Über den PC,
  2. Über ein herkömmliches Telefon,
  3. Oder über ein SIP-Telefon

IP-Telefonie über den PC

Die Freeware-Software Skype funktioniert wie ein Instant Messenger und ermöglicht kostenlose Telefonate in die ganze Welt. Wie ICQ oder ähnliche Messenger verwendet Skype das Peer-To-Peer Netz.
Um mit Skype telefonieren zu können, benötigt es keinen großen Aufwand. Man installiert das Software-Telefon, entscheidet sich für einen Nutzernamen und kann lostelefonieren.
Wie von ICQ gewohnt kann man seine Freunde und Gesprächspartner in einer Kontaktliste integrieren und mit ihnen kommunizieren, wenn diese als online angezeigt werden.
Anrufe innerhalb des Skype-Netzwerkes sind kostenlos, Gespräch zu Festnetzanschlüssen kosten je nach Nation zwischen 1 Cent und 12 Cent pro Minute.
Nachteilig ist jedoch, dass der PC eingeschaltet und online sein muss. Räumlich ist man nicht zwingend an den PC gebunden, Bluetooth-Headsets bieten beim telefonieren Bewegungsfreiheit.
Alternativ zu Skype kann man auch ein Software-Telefon benutzen, welches man bei vielen Anbietern (Freenet.de, Web.de) kostenlos downloaden kann. Auch hierbei muss der PC eingeschaltet bleiben.

IP-Telefonie über ein herkömmliches Telefon

Mit einem analogen Telefonadapter (ATA) kann man sein herkömmliches Telefon fit für die IP-Telefonie machen. Außerdem ist ein DSL-Modem und ein Router notwendig.
Der Telefonadapter wird an den Router angeschlossen, für einen solchen ATA muss man ca. 50 Euro anlegen.
Der Vorteil bei dieser Lösung besteht darin, dass kein separates VoIP-Telefon notwendig ist und der PC ausgeschaltet bleiben kann. Bei älteren Routern leidet allerdings die Sprachqualität.

IP-Telefonie über ein SIP-Telefon

Ein SIP-Telefon (Session Initiation Protocol) ist ein spezielles Gerät für die Voice Over IP Technik. Ein solches Telefon wird direkt an den Router angeschlossen, weitere Hardware-Geräte sind nicht nötig.
SIP-Telefone haben eine gute Sprachqualität und sind reich mit Funktionen ausgestattet, außerdem bleibt der PC beim telefonieren ausgeschaltet. Mit dem herkömmlichen Festnetz verstehen sich SIP-Telefone allerdings nicht, zu dem sollte man für eine solche Lösung ca. 100 Euro anlegen.

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