Senf
Senf ist ein aus den Samenkörnern des Weißen Senfs oder des Schwarzen Senfs hergestelltes Gewürz. Am weitesten verbreitet ist Senf dabei als eine Paste, die die gemahlenen Samen und manchmal die ganzen Samen zusammen mit anderen Gewürzen enthält. Manchmal wird Senf auch als Pulver dargereicht.
Der Schwarze Senf ist der schärfere, während die pikante Schärfe des Weißen Senfs länger anhält. Beiden Sorten gemein ist der Bestandteil des Senföls. Weil Senf die Verdauung anregt, ist dieser eine ernährungsphysiologisch sinnvolle Ergänzung zu fetten Speisen. Am bekanntesten ist infolge dessen sicher auch das Servieren von Bratwürsten mit einem Klecks Senf auf dem Pappteller.
Die Zubereitung von Senf ist eigentlich ganz einfach. Man mische die gemahlenen Senfkörner einfach mit Wasser, Essig, Salz und weiteren Gewürzen. Besonders gut schmeckt der Senf, gibt man noch etwas Weißwein und Knoblauch hinzu. Will man einmal eine etwas andere Farbe erreichen, kann man auch noch Paprika hinzutun. Da zuweilen der Essiganteil mit Traubenmost substituiert wird, gibt es für Senf die Synonyme Mostrich oder Mostert. Diese Vokabeln sind allerdings im deutschen Sprachraum (bis auf wenige Landstriche) weitgehend verschwunden. Allerdings ist diese Wortherkunft im Englischen (mustard) und im Französischen (mutarde) noch lebendig.
Die hohe Kunst der Zubereitung von Senf wird sicher noch heute in dem französischen Städtchen Dijon zelebriert. Die Ursache hierfür ist die Verleihung eines Senfmonopols im 13. Jahrhundert an die Stadt. Während Monopole in der Regel zu schlechten oder zumindest suboptimalen Qualitäten führen, ist beim delikaten Dijonssenf nichts von negativen Monopoleinflüssen zu schmecken. Der Dijonsenf wird prinzipiell aus braunen Senfsamen hergestellt.
Eine besondere nämlich süße Variante des Senfs ist in Bayern beheimatet. Hier wird der Senf oft mit Zucker, Süßstoff oder auch Apfelmus verfeinert.
Klaus-Martin Meyer • Haushaltstipps