Tee - Teesorten mit niedrigem Koffeingehalt
Tee von der Camellia Sinensis Teepflanze enthält Koffein. Koffein ist eine natürliche stimulierende Substanz und es gibt Leute Die ihren Koffeinkonsum aus persönlichen oder medizinischen Gründen einschränken wollen. In Bezug auf Tee und Koffein gibt es jedoch viele Missverständnisse.
Irrtümer über Tee und Koffein:
- Grüner- und weißer Tee enthalten wenig Koffein: Dies ist ein weitverbreiteter Irrtum. Manche grünen und weißen Teesorten enthalten selbst relativ viel Koffein. Vor allem Teesorten mit einem hohen Anteil an Blattknospen, wie z.B. Silbernadeltee. Die jüngsten Teile der Teepflanze enthalten die meisten Alkaloide (u.a. Koffein), ältere Blätter, unten an der Pflanze, dagegen weniger. Tee aus Blattknospen kann darum verhältnismäßig viel Koffein enthalten.
- Schwarzer Tee enthält viel Koffein: Auch Dies muss nicht unbedingt wahr sein. Der Koffeingehalt in Schwarztee variiert stark und es gibt viele Sorten Schwarztee, wie z.B. Lapsang Souchong, Die bedeutend weniger Koffein enthalten als so manche grüne- und weiße Teesorten.
- Tee 30 Sekunden lang in heißem Wasser ziehen lassen entzieht Ihm das meiste Koffein: Ein weiterer weitverbreiteter Irrtum. Obwohl Dies für Tees aus Teestaub oder kleinen Blattkrümeln bis zu einem gewissen Grad wahr sein mag, lösen sich die Inhaltsstoffe aus unterschiedlichen Teesorten oder Mischungen unterschiedlich schnell. Tee aus ganzen Blättern oder großen Blattstücken kann selbst nach zwei Minuten ziehen noch beachtliche Mengen an Koffein enthalten.
Welche Faktoren sind von Einfluß auf den Koffeingehalt von Tee?
Die höchste Konzentration von Koffein findet sich in den Spitzen und Blattknospen der Teepflanze. Der Grund dafür ist, dass Koffein für Insekten tödlich ist und die Teepflanze sich damit gegen Insektenbefall schützt. Junge, zarte Blätter sind am empfindlichsten und brauchen den meisten Schutz. Alte, dicke und faserige Blätter, am unteren Teil der Pflanzen sind für Insekten mehr oder weniger ungenießbar und enthalten darum auch bedeutend weniger Koffein. Tees aus Zweigen und Blattstengeln enthalten in der Regel am wenigsten Koffein.
Bestimmte Methoden bei der Weiterverarbeitung von Tee, wie z.B. das Rösten von Teeblättern, können den Koffeingehalt reduzieren. Andererseits können Verarbeitungsmethoden Die das Volumen reduzieren, ohne dass dabei Koffein verloren geht, den Koffeingehalt erhöhen.
Teesorten mit niedrigem Koffeingehalt:
- Lapsang Souchong: Lapsang Souchong, und im Prinzip alle Souchongs, werden aus großen, reifen Blättern hergestellt und enthalten darum nur wenig Koffein.
- Kukicha: Ein japanischer Tee aus Zweigen und Blattstengeln mit einem sehr niedrigen Gehalt an Koffein.
- Shou Mei: Shou Mei wird aus großen verwelkten Blättern hergestellt und gehört zu den weißen Tees mit sehr wenig Koffein.
- Hojicha: Hojicha ist ein japanischer, sehr stark gerösteter, dunkler Tee mit einem rauchigen Geschmack und wenig Koffein.
- Teemischungen: Teemischungen mit einem Anteil an nicht-koffeinhaltigen Kräutern enthalten dadurch natürlich auch weniger Koffein.
Tee enthält in der Regel weniger Koffein als Kaffee und sein Konsum ist darum im Allgemeinen weniger problematisch. Aber selbst Personen mit einer Überempfindlichkeit für Koffein müssen ihren Teekonsum nicht gänzlich einstellen. Kukicha z.B. enthält so wenig Koffein, das Er selbst für Kinder geeignet ist. Ansonsten kann man auch auf Kräutertees ausweichen. Rotbuschtee, aus Südafrika, hat eine starke Ähnlichkeit mit schwarzem Tee, ist sehr gesund und absolut koffeinfrei.