The World of United Colors of Cannabis!
Korea/Chile: Offene Grenzen für Faserhanf
Die große weite Welt des Faserhanfs wird immer größer. Freilich ist dies oft nur dem Kleingedruckten zu entnehmen. Bei politischen Gesprächen für ein Freihandelsabkommen zwischen Korea und Chile im Oktober in Genf wurden die Grundlagen geschaffen, dass die Früchte des Nutzhanfanbaus in Zukunft zwischen den beiden pazifischen Handelspartnern freier gehandelt werden können. Dabei wurden so aufregende Sachen beschlossen, dass die Zölle für Truthähne, Nudeln und Schokolade in den kommenden Jahren signifikant sinken sollen. Mit sofortiger Wirkung sollen dagegen die Zölle für Vieh, Schlachtschweine, Zuckerrohr und Hanf ganz wegfallen. Der Vorteil für die Hanfbauern liegt auf der Hand. Ohne die Importzölle werden Hanfprodukte im importierenden Land billiger und damit konkurrenzfähiger. Im exportierenden Land können dann locker flockig die Anbauflächen steigen. Mit etwas Glück steigen aufgrund größerer Exportnachfrage sogar die Abnahmepreise.
Dann werden wir sicher bald blühende Landschaften sehen.
Quelle: joins.com
USA: Grenzbeamter aß Müsliriegel zu oft
Ein US-amerikanischer Grenzpolizist wird in Zukunft leider zweimal nachdenken, bevor er in einen köstlichen Hanfmüsliriegel beißt, jedenfalls sofern das Unschuldslamm die Wahrheit spricht. Der Gute ist nämlich durch einen Drogentest gefallen und seines Arbeitsplatzes beraubt worden. Jetzt will er die Firma in San Diego, die die Leckerei herstellt, zur Verantwortung ziehen. Schließlich hatte er doch einen dieser Gesundheitsriegel gegessen, kurz bevor ihm dieser dumme Zufallsdrogentest zum Verhängnis wurde. Auch der Anwalt des armen Grenzbullen ist sich ganz sicher, dass sein Mandant niemals (illegale) Drogen zu sich genommen hat. Aber die Staatsanwaltschaft ist mit allen Wassern gewaschen. Mit so einer dummen Ausrede wollten bekannter Maßen schon öfter die Angeklagten ihren Kopf aus der Schlinge ziehen.
Ganz anders freilich sieht es der Geschäftsführer der betroffenen Firma Govinda. Der Angeklagte nebst Anwalt wolle nur die Reputation seiner kleinen Firma ruinieren. Das könnte bei den zur Diskussion stehenden Vorwürfen freilich passieren. Im letzten Jahr habe man mit Hanfprodukten 200.000 Dollar umgesetzt. Das seien 20% des Gesamtumsatzes. Fallen die weg, kann das einer kleinen Firma ruck zuck das Genick brechen. David Bronner, Vorsitzender des Food and Oil commitees der "Hemp Industrie Association" wirft den Drogenkonsumenten vor, Hanflebensmittel zunehmend als Sündenbock für die eigenen "Fehltritte" zu mißbrauchen. Was sind das für perverse Folgen der Cannabis-Prohibition? Marihuana-Rauchen sehen sich genötigt ihrer Lieblingspflanze nicht unerheblichen Schaden zuzufügen. Warum klagt eigentlich niemand gegen die Drogentests?
Quelle: globlhemp.com
USA II: The Vote Hemp Report
Die Faserhanf-Community in den USA bietet in einer sehr professionellen 28 seitigen Publikation die unter votehemp.com
hochrangige Politiker auf, um sich für die Interessen der Farmer und der Nutzhanfpflanze (die natürlich nichts mit ihrem bösen
"Cousin" dem Marihuana gemein hat) stark zu machen. Im Editorial sind Grußwörter von Cynthia Thielen, ihres Zeichens Mitglied im
Repräsentantenhaus von Hawaii und von Louie B. Nunn, dem ehemaligen Gouverneur von Kentucky zu lesen.
Die Argumente für den nachwachsenden Rohstoff sind hinlänglich bekannt und brauchen nicht weiter wiedergekäut werden. Interessant
sind jedoch die Argumente für eine Freigabe des Faserhanfanbaus, die vom Gouverneur a.D. ins Feld geführt werden. So würden die
THC-armen Hanfvarianten, die eines Tages auf den Feldern Kentuckys blühen, die bösen illegalen Marihuana-Plantagen mit durch
ihre umherfliegenden Pollen unschädlich machen. So werden die Gegner einer Liberalisierung in der Landwirtschaft von dem alten
Polit-Hasen quasi zu Mitstreitern der Drogenmafia gestempelt. Außerdem verweist Nunn, der zu allem Überfluss nach eigenen Angaben
auch noch eine Erz-Konservativer ist, auf kleine High-Tech-Firmen, die mit Hochleistungssensoren aus einer Höhe von 5000 Fuß die
"bösen" von den "guten" guten Pflanzen unterscheiden können. Wer hätte gedacht, dass der Hanfanbau ähnlich wie einst die Raumfahrt
dem technischen Fortschritt eines Tages derart zum Durchbruch verhelfen könnte!
Allen deutschen Fans der Nutzpflanze Hanf sei der "Vote Hemp Report" auch aufgrund der zahlreichen Anzeigen ans Herz gelegt.
Es ist schon erstaunlich, welche großartige Vielseitigkeit an Hanfprodukten auf dem amerikanischen Markt anzutreffen ist.
Quelle: The Vote Hemp Report
Kenia: Kann Njaga legalisiert werden?
Für Marihuana gibt es in allen Sprachen dieser Welt scheinbar Synonyme in zahlreichen Ausprägungen. Besonders originell für mitteleuropäische Ohren klingen die Bezeichnungen für den guten alten Knaster in afrikanischen Sprachen. In Kenia spricht man z.B. von Enyasore, Njaga, Enjaka oder auch von Sikhwabi. Wer also im schönen Kenia urlaubt, sollte die in keinem Reiseführer fehlenden Übersetzungsseiten um diese wichtigen Vokabeln ergänzen. Wie in den meister anderen Ländern auch, ist der Besitz, der Anbau und der Konsum von Njaga in dem beliebten touristischen Zielgebiet ganz und gar nicht erlaubt. Da kann man schon mal für zehn Jahre ins Gefängnis wandern. Aufgrund der internationalen Diskussion rund um das Stichwort Cannabis als Medizin, werden auch in Kenia Stimmen laut, die die Freigabe des wertvollen Heilmittels fordern. Für die nicht gerade reichen Länder in Afrika wären solche Medikamente, die lokal angebaut und vertrieben werden könnten natürlich ein Segen. Der Streit um die für die Entwicklungsländer zu teuren AIDS-Medikamente belegt, wie überlebensnotwendig bezahlbare Medizin ist. Vielleicht könnte vom schwarzen Kontinent ein Schub ausgehen in der Erforschung der medizinischen Wirkungen von Marihuana? Vielleicht wird ja eines Tages der weiße Mann nach Afrika reisen, um sich in die Marihuanamedizin einweisen zu lassen, so wie jetzt Ärzte nach China pilgern, um zu lernen wie man Nadeln sticht oder potente Tees mischt! Quelle: East African Standard, Kenia
Klaus-Martin Meyer
www.geld-fuers-diplom.de