Hanf ist nicht der einzige nachwachsende Rohstoff VI

Australien: Fördergelder für Kenaf

Eine Verarbeitungsstätte für Kenaf in Mareeba (Australien) hat öffentliche Fördergelder in Höhe von 750.000 Aus$ erhalten. Damit ist die Finanzierung der ersten kommerziellen Produktionsstätte dieser Art in Australien gesichert.

Die Fabrik wird von "Nature Trust Australia" (The NTA Group) betrieben, um umweltfreundliche Produkte für die japanischen und die australischen Märkte zu produzieren. Dabei soll Kenaf zu biologisch-abbaubaren Kunststoffen, Non-Wovens, Pulpe und Pressplatten verarbeitet werden.

Der General Manager der NTA Group Dr. Steve Ockerby zeigte sich durch die gewährten Fördermittel sehr ermutigt, da diese auch für die Kunden ein Vertrauen förderndes Signal seien. Die NTA Group wolle mit Hilfe von Anbauverträgen ihre Kenafanbaufläche von heute 150 Hektar auf 1000-2000 Hektar steigern.

USA: Sekundärrohstoffe wertvoll für Composite-Produktion

Sekundärrohstoffen der Mais- und Sojabohnenproduktion, die bisher in erster Linie nach der Ernte auf dem Feld verblieben, könnte eine neue Karriere bei der Herstellung von innovativen Werkstoffen bevorstehen. Die Firma Creative Composites, LTD aus Iowa entwickelt und implementiert im Moment Technologien, um aus den Sekundärrohstoffen z.B. mit Naturfasern verstärkte Kunststoffe zu produzieren.

Creative Composites verwandelt dabei landwirtschaftliche Fasern aus Mais und Soja sowie verfügbare Harze in Verbundwerkstoffe. Die nachwachsenden Rohstoffe können nach Ansicht von Rich Murphy, dem General Manager der Firma konventionelle petrochemische Grundstoffe oder Fieberglas in zahlreichen Anwendungen ersetzen. Murphy ist so optimistisch, dass sich für die Composites zahlreiche Anwendungen finden, von denen man bisher nicht einmal geträumt hat.

Neben den Pflanzenteilen von Mais und Soja experimentiert Creative Composites auch mit Kenaf, Flachs und Faserhanf aus Kanada.

Klaus-Martin Meyer
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