UK: Bobbies gegen Lollies

Aufgrund von Anzeigen besorgter Eltern wurde Scotland Yard in Großbritannien genauer gesagt in der Stadt Leeds aktiv und schritt gegen einen unbescholtenen Inhaber eines Cornershops ein, weil dieser leckere Hanflollies (ein durchaus beliebtes Geschenk) verkaufte. Obwohl er diese nach eigenem Bekunden nur an Erwachsene abgab und sich auch ansonsten innerhalb der Grenzen des Gesetzes bewegte, hinderte die Polizei den Mann zumindest partiell daran, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Es ist unnötig zu erwähnen, dass die Lollis keinerlei THC enthalten, was auch unabhängige Labore testiert haben. Und es kommt noch schlimmer. Der Presseoffizier der Polizei verstieg sich zu der Aussage, die Lutscher seien "technisch gesehen legal", aber man habe das ungute Gefühl dieselben "senden nicht das richtige Signal" aus, weil auf der Verpackung ein schickes Hanfblatt prangt. Da fragt man sich, wann die Ordnungshüter über die nächst Douglass-Filiale herfallen, um teure Parfüms mit Namen wie "Opium" oder "Heroin" aus dem Regal zu entwenden. Wenn jedoch große Konzerne mit einem Drogenimage kokettieren wird dies scheinbar akzeptiert. Wenn zwei das gleiche tun, ist das offensichtlich noch lange nicht dasselbe.

Leider sind von dem Übereifer der Polizei auch deutsche Exportinteressen betroffen, da die Süßwaren die Aufschrift "Made in Germany" tragen. Außenminister Fischer ist ergo aufgerufen, gegen solch ein protektionistisches Verhalten des EU-Mitgliedlandes vorzugehen!

Klaus-Martin Meyer
www.hyperaktivitaet-adhs.de

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