Hanfige News aus Nordamerika
Vegane Kinderschuhe aus Gummi und Hanf
Der laut Eigenwerbung erste vegane Online-Shop für Kinder KidBean.com hat sein Sortiment um vegane Kinderschuhe bereichert. Während vegane Schuhe in der Regel hohe Anteile aus Plastik aufweisen, bestehen die neuen Schuhe von KidBean.com aus recyceltem Gummi und angeblich 100% Chemie freien rumänischen Hanffasern. Hergestellt werden die Schuhe in Rumänien. Die dortigen Arbeiter erhalten nach Angaben von KidBean.com überdurchschnittlich hohe Löhne, sowie Kranken- und Rentenversicherung. Neben Umwelteigenschaften zeichnen sich die Schuhe nach Herstellerinformationen auch durch einen modischen Look und hohen Tragekomfort aus. Die Hanffasern werden mit Hilfe eines Luftgebläses aufgeweicht.
Kanada: Hemptown und NRC entwickeln enzymatischen Faseraufschluss
Der kanadische Hersteller von Hanftextilien Hemptown Clothing Inc und das "National Research Council of Canada" (NRC) haben ein Forschungsabgekommen geschlossen, welches auf die Entwicklung eines patentierbaren enzymatischen Faseraufschlussverfahrens für Hanffasern abzielt. Die mit Hilfe des noch zu entwickelnden Verfahrens hergestellten Hanffasern sollen mit Baumwollfasern in preislicher Hinsicht konkurrieren können, wobei die für den Baumwollanbau typischen Pestizidbelastungen entfallen. Die börsennotierte Firma Hemptown erwartet sich durch ein solches enzymatisches Verfahren signifikante strategische Wettbewerbsvorteile innerhalb der Bekleidungsindustrie. Die Markeinführung des Verfahrens erhoffen sich die beiden Forschungspartner innerhalb der nächsten drei Jahre.
Kanada: Interesse an Holz freiem Papier steigt
Im kanadischen Bundesstaat Alberta zeichnet sich ein neuer Trend in Richtung einer Holz freien Papierproduktion ab. Das Interesse an der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen wie Flachs, Hanf oder Getreidestroh als Alternative zu Holz steige mit der wachsenden globalen Papiernachfrage bei gleichzeitig limitierten Ressourcen der Waldwirtschaft. Diese Ansicht vertritt Wade Chute einem Manager der "Pulp and Paper Division" der Alberta Research Council Inc. Als erste Firma in Kanada experimentiert Alberta-Pacific Forest Industries Inc. (Alpac)[www.alpac.ca] mit der partiellen Substitution von Holzpulpe durch non-wood-Fasern. Der Präsident der Gesellschaft Bill Hunter ist so überzeugt von der Entwicklung, dass er sogar über eine Änderung des Firmennamens in Alberta-Pacific Cellulose Industries nachdenkt. Nach den Plänen von Alpac würden die non-wood-Fasern zu Pulpe verarbeit, um diese auf den internationalen Exportmärkten an die Papierindustrie zu verkaufen. Alpac hat dabei besonders die Papier hungrigen Märkte China und Indien im Auge. Hunter kalkuliert die Investitionskosten für eine auf die neuen Rohstoffe angepasste Papiermühle mit 40-100 Millionen $. Die Investitionsentscheidung werde innerhalb der nächsten zwei Jahre getroffen in Abhängigkeit der Lösung noch bestehender technischer Probleme.
Klaus-Martin Meyer
nachwachsende Rohstoffe