Bio-Auto aus Naturprodukten
Nach Meinung der Salzburger Nachrichten [www.salzburg.com] könnte es, wie der im letzten Jahr von der Firma Ford [www.ford.com] vorgestellte Prototyp "Modell U" zeige, schon bald ein echtes Bio-Auto geben. Die Zeitung versteigt sich sogar zu dem Begriff "Gemüse-Auto", denn die Sitze seien aus Soja hergestellt, das Dach aus Mais und das Motoröl werde aus Raps gewonnen. Wobei Raps natürlich nicht viel mit Gemüse zu tun hat.
In das Modell haben die intelligenten Entwickler von Ford eine Anzahl an umweltrelevanten Lösungsansätzen hineingepackt: Als Antrieb für den Prototypen (oder neudeutsch: Concept Car) dient ein besonders sparsamer 2,3-Liter-Wasserstoff-Vierzylinder-Motor, dessen Abgasemissionen nach Angaben des Hersteller nahezu den Wert null erreichen. Dieser wird durch einen Elektro-Hybrid-Motor unterstützt, der gleichzeitig als Schwungscheibe, Anlasser, Lichtmaschine und Differenzial fungiert, aber auch autonom arbeiten kann.
Die Schaumpolsterung wurde auf Soja-Basis entwickelt. Auch die Innenverkleidung der Kofferraum-Klappe ist aus selbigem Material. Als besonderen Gag haben sich die Entwickler ein auf Mais-Basis hergestelltes Faltdach ersonnen, das jeder Zeit kompostiert werden könne.
Die Innovationen der Firma Ford zielen in erster Line auf den Umwelt- und Klimaschutz. Angesichts der immer größer werdenden Müllberge kann es nicht schaden, wenn die Automobilfirmen endlich immer mehr Umweltschutz von vornherein in die Autos hineinkonstruieren. Dass dabei auch vermehrt nachwachsende Rohstoffe (wie z.B. Hanf) zum Einsatz kommen, ist natürlich auch eine Folge der ständig steigenden Mineralölpreise. Denn wenn der Ölpreis steigt, werden natürlich auch aus Mineralölen hergestellte Kunststoffe absolut betrachtet teurer und relativ zu den nachwachsenden Rohstoffen erst recht teurer.
Klaus-Martin Meyer
Kaesong
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