Azorenreisen zu freien Delphinen

Wir reisen zum Azoren-Archipel, jener sagenumwobenen Inselgruppe, welche sich mitten im Atlantischen Ozean zwischen dem Portugiesischen Festland und Amerika befindet. Dieses Gebiet ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Sei es wegen des üppigen Pflanzenreichtums oder weil jedes Jahr unzählige Wale und Delphine sowie viele andere vom Aussterben bedrohte Tierarten hierher kommen.

Die Inseln sind von paradiesischer Schönheit, es gibt keine giftigen Tiere und man wird von den Einheimischen herzlich willkommen geheißen.

Die Legende besagt, hier war einst Atlantis, der vor ca. 16.000 Jahren untergegangene Inselstaat, deren Bewohner ihre hohen Fähigkeiten zum Schaden von Mensch und Natur einsetzten, was letztendlich zum Untergang des paradiesischen Kontinents führte.

Warum die Inseln für viele Wale und Delphine so anziehend sind

Beantwortet man diese Frage aus begrenzter materieller Sicht, ist die Antwort der in diesem Gebiet vorherrschende große Fischreichtum. Vielleicht ist der reich gedeckte Tisch jedoch nur ein Nebeneffekt, den die Natur wohlweislich so eingerichtet hat, um die Wale und Delphine hierher zu locken.
Wie dem auch sei, bisher hat man hier ca. 25 verschiedene Walarten beobachten können.

Die Delphine holten uns vom Hafen ab

Wie jeden Morgen nahmen wir unsere Plätze auf dem Boot ein, um die Wale und Delphine zu besuchen.
Wir hatten kaum den Hafen verlassen, als wir schon eine große Gruppe Delphine direkt auf uns zukommen sahen.

Es war jene Gruppe Große Tümmler, welche wir jedes Jahr um die gleiche Zeit sehnsüchtig erwarteten. Diese Delphin-Familie besteht aus sehr vielen großen und sehr alten Familienmitgliedern, ganz alten Seelen.

Sie waren gerade nach langer Reise auf den Azoren angekommen.
In Nähe unseres Bootes angekommen, verringerten sie ihre Geschwindigkeit und lagen dann alle in einiger Entfernung fast bewegungslos um uns herum in Warteposition.

Der Einladung folgend, legten wir schnell unsere Kleider ab und begaben uns zu ihnen ins Meer.

Kurz darauf waren wir inmitten unserer Freunde. Es war alles wie im Traum. Wir tauschten einige tiefe Blicke aus, die den Grund unserer Seelen berührten. Ihr Sonarsystem durchflutete unsere Körper, während dessen sie Laute von sich gaben, welche sich ganz anders anhörten, als die sonst üblichen Klick- und Pfeiflaute. Es klang wie eine zarte, liebevolle Sprache, welche denen der Babys ähnlich ist.

Eine Sprache, welche die Herzen der Menschen berührt und nur vom Herzen verstanden werden kann.

Immer, wenn man freien gesunden Delphinen begegnet, findet sozusagen DelphinTherapie statt. Die Delphine brauchen niemanden, der ihnen sagt, was bei einem Menschen der Heilung bedarf. Sie können uns binnen weniger Sekunden aus mehreren Metern Entfernung komplett scannen und bis auf den Grund unserer Seele schauen. Es ist weder erforderlich zu ihnen ins Wasser zu gehen, noch sie zu berühren.

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