Montego Bay
Wer als europäischer Tourist nach Jamaika fliegt, landet in den meisten Fällen auf dem Sir Donald Sangster International Airport in Montego Bay. Die Stadt mir Ihren knapp 100.000 Einwohnern ist schon seit Jahren das größte Touristenzentrum Jamaikas. MoBay, wie die Einheimischen Montego Bay liebevoll nennen, ist die zweitgrößte Stadt der Karibikinsel und die Hauptstadt des Bezirks St James. Sie liegt im Nordwesten der Insel eingebettet zwischen der Bucht und den Bergen des Cockpit Country.
Montego Bay ist wirtschaftlich vollständig vom Tourismus abhängig. Das war nicht immer so. Im 17. Jahrhundert war der Distrikt St James eins der wichtigsten Anbaugebiete für Zuckerrohr auf Jamaika. Noch heute zeugen einige historische Gebäude vom einstigen Reichtum, die meisten sind allerdings gegen Ende des 18. Jahrhunderts bei Feuersbrünsten zerstört worden. Heute findet man im Stadtzentrum nur noch wenige gut erhaltene historische Gebäude, darunter ein kleines Backsteinhaus aus dem Jahr 1806 das als Gefängnis diente, und die Distriktkirche aus dem Jahr 1775.
Nördlich des Stadtzentrums findet man entlang der Gloucester Avenue das Touristenviertel mit seinen Hotels, Restaurants und Bars. Die Straße verläuft auf einem langen Stück parallel zum Strand an dem sich die Hotels dicht an dicht drängen. Zutritt zum Strand haben hier nur Hotelgäste und zahlende Besucher. Dafür ist man hier relativ sicher vor den sonst allgegenwärtigen Straßenhändlern, die einem vom Taxi bis zu Drogen und Prostituierten alles anbieten können und oft nur schwer abzuwimmeln sind. Wer auf der Suche nach Souvenirs ist wird beim Craft Market am Howard Cooke Boulevard fündig. Hier werden neben den üblichen T-Shirts und Schnitzereien auch ausgefallenere Dinge angeboten, so dass sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.