Motorradtouren Richtung Süden

In den Naherholungsgebieten wie Eifel oder Sauerland sieht man an jedem wettermäßig schönen Sonntag Motorradfahrer, die nicht nur die landschaftliche Schönheit der Gegend genießen, sondern auch die kurvenreichen Strecken suchen.
Viele von ihnen fahren im Sommerurlaub Richtung Süden - über die Autobahnen. Schnell ankommen heißt die Devise. Dabei versäumen sie unglaublich schöne Bergtouren, welche für jeden Motorradfahrer ein Erlebnis sind.
Allen voran empfiehlt sich das Stilfser Joch als höchste Straße der Ostalpen. Hier befinden sich zwischen Gomagoi und Passhöhe 48 Serpentinen. Allerdings sollte man für diese Route entsprechende Bergerfahrung haben.
Sehr interessant und sehenswert ist die große Dolomitenstraße. Die von Bozen nach Cortina d' Ampezzo führende Strecke beeindruckt mit Eggenschlucht, Karerpass, Pordoijoch sowie Falzaregopass.
Ebenfalls landschaftlich sehr reizvoll sind Timmelsmannjoch (vom Ötztal nach Meran), Jaufenpass (von Sterzing nach Meran) und Reschenpass (Bodenseeregion nach Meran).
Bis auf den Reschenpass benötigt man entsprechende Bergerfahrung, für Gespanne sind diese Strecken nicht nur ungeeignet, sondern sogar verboten.

Wer einen Ausflug plant, sollte den Großglockner nicht vergessen. Zwar ist eine Tageskarte nicht gerade günstig, dafür werden aber neben einem schönen Panorama auch sehr schöne Eindrücke geboten. So kann man Gletscherspalten aus der Nähe sehen oder von hier aus über Stichstraßen zum Fuß der Pasterze, Österreichs größtem Gletscher, gelangen.

Möchte man sich allmählich an Bergtouren gewöhnen, gelangt man über Oberalp - Furka - Grimsel auf einer landschaftlich sehr reizvollen Strecke quer durch die Alpen.

Als weitere Verbindung für Motorradfahrer und geübte Bergfahrer führt eine Strecke Richtung Mailand oder Tessin über den Simplon. Zunächst gelangt man per Lötschberg-Bahnverladung durch einen Tunnel, dann führt von Domodossola die Autobahn nach Mailand oder die Landstraße östlich ins Tessin. Dabei ist die Strecke durchs Centovalli nicht nur sehr zeitaufwändig, sondern auch ausgesprochen eng, kurvig und gefährlich.
Außerdem muss der San-Bernardino-Tunnel erwähnt werden. Diese Strecke als Nord-Süd-Verbindung ist weniger befahren als die Gotthard-Strecke, jedoch muss man längere Wartezeiten für Baumaßnahmen einkalkulieren.
Zum Nordufer des Comer Sees gelangt man über den Splügen-Pass, der zwar augenscheinlich laut Karte eine einfache und gerade Strecke sein sollte, tatsächlich aber auf italienischer Seite recht unübersichtlich und schwierig zu bewältigen ist.

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