Die Schwarzwaldhochstraße

Eine der ältesten und schönsten Ferienstraßen Deutschlands mit unvergleich- lichem Panorama ist seit über 60 Jahren die Schwarzwaldhochstraße.
Ihr Bau wurde in den 30er Jahren von Hitler aus strategischen Gründen begonnen und dann erst in den 50er Jahren vollendet. Heute bieten Geschichte, Landschaft und Bevölkerung dem Urlauber mehr als nur Gastronomie und Wandertourismus. Im geographischen und touristischen Mittelpunkt der Schwarzwaldhochstraße liegt bei 1017 m der Mummelsee. Er ist der höchstgelegene und größte von 8 Karseen im Schwarzwald, die vor 10.000 Jahren am Ende der Würm-Eiszeit enstanden sind.

Der Hornisgrinde ist mit 1164 m der höchste Berg im Nordschwarzwald. Dort wird neben dem SWR-Sendeturm der alte Hornisgrinde-Turm nach Abzug des französischen Militärs wieder zur touristischen Nutzung als Aussichtsturm restauriert. Bei gutem Wetter hat man nicht nur eine herrliche Aussicht auf die Rheinebene bis nach Straßburg, sondern manchmal auch bis zu den Alpen.
Einen Besuch des Mummelseedorfes Seebach sollte man einplanen. Es fühlt sich eng mit den Sagen um den Mummelsee verbunden, so dass an Dorfabenden Aufführungen um die Geschichten der "Seeweiblein" stattfinden.
In Vollmondnächten sollen sich entsprechend den Überlieferungen auf dem Deckerhof die "Seeweiblein" des Mummelsees in der Spinnstube getroffen haben. Heute lebt hier das Ehepaar Decker, einfach und gemäß der Tradition ihrer Vorfahren.

Im Internationalen Trachten- und Volkskunstmuseum findet man nicht nur eine hervorragende Sammlung regionaler und internationaler Volks- und Trachtenkunst, sondern auch eine Vielzahl Objekte religiöser Volkskunst bis hin zu bäuerlichem Gerät. Darüber hinaus können wertvolle Monstranzen, Votivgaben, Wachsstöcklsammlungen und prachtvolle Messgewänder besichtigt werden.

Lohnenswert ist auch eine Stollenbesichtigung des mittelalterlichen Erzbergwerkes Silbergründle. Anschließend empfiehlt sich ein Besuch der aus dem Jahre 1750 stammenden Vollmers Mühle. Wer mag, lernt dort Butterstoßen und Kienspanschneiden kennen bei Musik und typischer Schwarzwälder Geselligkeit - inmitten eines restaurierten, bäuerlichen Museums.

Die Inversionswetterlagen des Nordschwarzwaldes bietet besonders im Herbst und im Winter beeindruckende und "romantische" Natur- und Klimastimmungen. So sammelt sich in den Tälern der Nebel, aber ab einer bestimmten Höhe scheint wieder die Sonne und man kann herrliche Fernsicht genießen.

Zu beiden Seiten der Schwarzwaldhochstraße wurden Naturschutzgebiete eingerichtet. Bekannt ist hier vor allem das Naturschutzgebiet Kniebis-Alexanderschanze, eine landschaftliche Mischung aus Wäldern, Wiesen, Wegen und Streusiedlungen. Heidekrautflächen mit Rasenbinse und Pfeifengras geben ihm seinen Charakter. Als typischen Bewohner findet man hier das Auerhuhn. Das Naturschutzzentrum hat den Lotharpfad in der Nähe des Schliffkopfes als Erlebnispfad eingerichtet. Auf einer Strecke von rund einem Kilometer über Holzstege, Leitern und Treppen lernt man die Auswirkungen des Orkans "Lothar" aus dem Jahre 1999 kennen.

Direkt an der Passhöhe (Abzweigung B500 Richtung Freudenstadt) wurde 1734 die Alexanderschanze gebaut, benannt nach Großherzog von Württemberg, Karl Alexander. Neben anderen militärischen Anlagen sicherte sie die Passhöhen, denn damals war hier ein wichtiger Schwarzwaldübergang und bedeutender Handelsweg zwischen Elsass und Schwaben.

In dieser Gegend haben sich viele Hotels nach Rückgang des klassischen Schwarzwaldtourismus auf die Themen Beauty und Wellness spezialisiert. Aber auch wer reinen Luxus sucht, findet hier exklusive Hotels mit Hallenbad, Tennishalle und Parkanlage.
Obwohl in früheren Zeiten die Schwarzwälder Küche eher karges Essen bot, kommen heutzutage Gourmets und Genießer voll auf ihre Kosten. Eine der kulinarischen Hochburgen ist Baiersbronn. Egal ob Bauernvesper oder Sterne-Menü - im Schwarzwald wird es geboten.

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