Backen - ein schönes Hobby

In der heutigen Zeit ist Backen wirklich keine Kunst mehr. Sowohl der elektrische Backofen, gute Backformen, Handrührgeräte und Küchenmaschinen nehmen der fleißigen Bäckerin oder dem Bäcker viel Handarbeit und Risiken -Holzofen- ab. Selbstgebackenes macht mehr Arbeit als fertig gekaufter Kuchen, dafür aber auch mehr Freude. Zudem ist es billiger, mit guten Zutaten selbst zu backen, als jeden Sonntag in der Konditorei zu kaufen. Wer Spaß daran hat, das Backen zu probieren, wird bald zum Backprofi. Ein wenig Liebe und Übung braucht es, um wohlgelungene Torten, die verschiedensten Kuchen und würzigsten Gebäckstücke auf den Tisch zu bringen. Beim Backen kommt es auf die präzise Einhaltung der Rezeptangaben an. Alle Zutaten sind genau abzumessen und abzuwiegen, sonst entspricht das Endprodukt nicht dem, was dem Bäcker eigentlich vorschwebte. Die Backtemperaturen hingegen schwanken von Backofen zu Backofen, da ist einfach Ausprobieren angesagt.

Die zufriedenen Gesichter der zum Kaffee geladenen Gäste belohnen jede Mühe. Wenn dann noch das Rezept für den gerade gegessenen Kuchen verlangt wird - was gibt es Schöneres für den Hobbybäcker- ist dies der krönende Abschluss des Backtages.

Abwechslung bringen die verschiedensten Teigarten. Am einfachsten lässt sich Rührteig herstellen. Wie der Name schon sagt, werden alle Zutaten miteinander verrührt. Mürbeteiggebäck lässt sich sehr schnell zusammenkneten - das geht immer noch am Besten von Hand. Beim Bisquitteig braucht es schon ein bisschen Übung, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten. Hefeteig ist zwar eine sehr anspruchslose Teigart, nimmt aber Zeit in Anspruch, da er zwischendurch gehen muss. Je öfter er geht, umso lockerer wird das Gebäck. Quark-Ölteig ist der Bruder des Hefeteiges, dieser Teig ist schnell hergestellt. Bisquitteig zählt auch zu den gerührten Teigen, verlangt aber besondere Aufmerksamkeit bei der Zubereitung. Wichtigster Unterschied zum Rührteig ist der, dass Bisquitteig niemals Fett enthält. Am wenigsten wird Blätterteig selbst hergestellt. Um die vielen dünnen Teigschichten zu erhalten, muss der relativ einfache Teig durch hauchdünne Fettschichten - das ist das Geheimnis des Blätterteiges - voneinander getrennt werden. Beim Backen sorgt das Fett dafür, dass jede der vielen Teigschichten um Bruchteile von Millimetern angehoben wird. Die Zubereitung von Brandteig unterscheidet sich wesentlich von der Herstellung anderer Teigarten, da die Hauptzutaten im Topf auf dem Herd "angebrannt" werden. D.h. solange verrührt werden, bis sich am Topfboden ein weißer Belag gebildet hat. Von diesem Abbrennen hat der Teig seinen Namen. Strudelteig muss sehr dünn ausgezogen werden, das nimmt Zeit in Anspruch, deshalb greifen viele Strudelbäckerinnen und -bäcker auf fertigen Strudelteig zurück. Fettgebackenes findet in der Hausbäckerei kaum noch Liebhaber.

Gebacken wird zu vielen Gelegenheiten: Geburtstage, Kirchenfeste, Taufen, Kommunion, Hochzeit etc. - ohne feine Backwaren sind sie alle nicht denkbar. Schon der herrliche Duft, der beim Backen durchs Haus zieht, macht Lust auf mehr Backtage.

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