Dihydroxyaceton - DHA

Ansprechende und gesunde Bräune durch Dihydroxyaceton

Das Klima in Europa hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten nachteilig verändert. Die Ozonschicht ist wesentlich dünner geworden und bietet nicht mehr den erforderlichen Schutz vor UV-Strahlen, der durch zusätzlich veränderte Freizeitaktivitäten nötig ist. Dadurch haben sich Hautkrebserkrankungen in Europa verdoppelt. Aber auch Falten und Pigmentstörungen können die Folge sein. Trotzdem steht gebräunte Haut nach wie vor für Attraktivität. Jahrelang erschien deshalb die in Solarien erworbene Bräune als geeignete Alternative zum Sonnenbaden unter freiem Himmel. Inzwischen warnen Hautärzte jedoch vor der elektrischen Sonne und deren starker UVA-Strahlung. Sie führt zu Bindegewebsveränderungen und es wird vermutet, dass häufige Bestrahlungen im Solarium in ursächlichem Zusammenhang mit bestimmten Krebserkrankungen stehen.

Andere Möglichkeiten, eine Bräunung der Haut zu erzielen, sind Schminken oder die Anwendung von Selbstbräunprodukten mit dem Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA). Heutzutage kann man die vor etlichen Jahren noch mögliche gelbliche Hautverfärbung beinahe ausschließen, da sich die Galenik verbessert hat und zusätzliche Stoffe wie Antioxidantien diese Gefahr erheblich verringern. Die Bräune, die man jetzt erwerben kann, wirkt nicht mehr künstlich und ist praktisch ohne Nebenwirkungen für die Haut.

Dabei ist die bräunende Wirkung von Dihydroxyaceton schon um 1920 festgestellt worden, allerdings war zu dem Zeitpunkt die "vornehme Blässe" modern. Doch in den fünfziger Jahren änderte sich die Mode und gebräunte Haut galt als attraktiv. 1960 wurde Dihydroxyaceton als erster und bislang einziger Selbstbräunungswirkstoff von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für diesen Zweck genehmigt. Mittlerweile enthalten eine Vielzahl von Lotionen, Sprays und Cremes den Wirkstoff DHA. Binnen weniger Stunden nach Auftragen erfolgt eine chemische Reaktion in der Oberhaut. In Verbindung von DHA mit Eiweißen und Aminosäuren in der Hornschicht werden braune Pigmente (Melanoide) gebildet, die die obere Hornschicht braun färben. Diese Bräunung geht nach 3 - 7 Tagen durch die natürliche Zellerneuerung weg, da DHA nicht in die unteren Hautschichten gerät. Deshalb sind Irritationen und Schädigungen der Haut nicht zu befürchten. Lediglich bei einigen Anwendern konnte eine trockenere Haut beobachtet werden, die jedoch durch entsprechende Produkte ebenfalls gepflegt erschien. Eine evtl. Häufung von dunklen Komedonen (Mitesser) ist nur augenscheinlich, denn die Talgpfröpfe von hellen Komedonen ("Whiteheads") färben sich dunkel sind deshalb besser sichtbar ("Blackheads"). DHA verursacht weder Akne, noch wirkt es komedogen (mitesserbildend).

Sowohl eine chemische Herstellung als auch die natürliche Gewinnung von DHA aus Pflanzen (z. B. Raps) ist möglich. Dihydroxyacetonherstellung beinhaltet als Zwischenstufe Glyzerin, welches bei Hautpflegeprodukten als Feuchthalter fungiert.

Durch die auf diese Weise erworbene Bräune kommt es jedoch zu keinem nennenswerten UV-Schutz, der Lichtschutzfaktor beträgt ungefähr LSF 2 - 3. Sonnenschutzmittel bleiben deshalb weiterhin erforderlich.

Diese neue Bräunungsmöglichkeit wird bereits von einigen wenigen Sonnenstudios geboten. In so genannten Sonnenduschen kann man eine natürliche wirkende Rundumbräune in kürzester Zeit erzielen.

Weitere Artikel in der Rubrik Sonnenstudio und Solarien