George Orwell

Der am 25. Juni 1903 als Eric Arthur Blair in Motihari (Indien) geborene Brite wurde unter dem Namen George Orwell einer der bekanntesten englischsprachigen Schriftsteller überhaupt. Im Alter von einem Jahr kehrten seine Eltern mit George zurück nach Großbritannien, wo er seine Schulzeit verbrachte. Von 1917 bis 1920 war er Schüler auf dem bekannten College in Eaton.

1922 ging er als Beamter der britischen Polizeitruppe nach Burma. Weil er wenig Verständnis für das Vorgehen der dortigen Polizei hatte, verließ er diese 1927 jedoch. Über das Leben der Kolonialherren in Burma schrieb er später den Roman "Tage in Burma".

Zurück in England schlug er sich bis 1936 mit Hilfe von diversen Gelegenheitsjobs durch. Zum Teil berichtete er während dieser Zeit in seinen Essays über diese Tätigkeiten. Das Schreiben wirft zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht viel ab. So hat Orwell 1936 bei seiner Hochzeit nicht einmal Geld für die Eheringe.

1937 ging Orwell als Freiwilliger nach Spanien um an der Seite der anarchistischen POUM im Bürgerkrieg gegen die Faschisten Francos zu kämpfen. Seine Erfahrungen beschrieb er sehr eindrucksvoll in seinem Buch "Mein Katalonien".

Sein erster auch kommerzieller Erfolg war die Fabel "Farm der Tiere" (Animal Farm). In diesem wahrlich tierischen Buch wird das Scheitern der russischen Revolution beschrieben. Legendär ist auch die Verfilmung als Zeichentrickfilm mit dem Schwein Napoleon, mit welchen eigentlich Stalin gemeint war.

Das bekannteste Werk Orwells ist der Roman 1984, der dem Genre der Zukunftsliteratur zuzurechnen ist. Das Buch erschien 1949. Dieses Buch prägte u.a. den Satz "Big Brother is watching you", der sich auch heute noch im allgemeinen Sprachgebrauch wieder findet.

Orwell verstarb 1950 im Alter von 46 Jahren an Tuberkulose.

Klaus-Martin Meyer

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