Pfadfinder- Eine sinnvolle Freizeitgestaltung

Eine besonders sinnvolle Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen ist die Pfadfinderei.
Gerade in unserer von Kommerz geprägten Zeit bieten die Pfadfinder wichtige Erfahrungen in Dingen, die in unserer hochtechnisierten Welt in Vergessenheit geraten.

Bei den Pfadfindern zu sein bedeutet, ein Teil einer Gemeinschaft zu sein und selbst eine Kameradschaftlichkeit und Verantwortung gegenüber den anderen zu entwickeln. Beispielsweise in einem Lager, in dem man stets eine einfache Lebensform führt, ist es wichtig in Gemeinschaftsarbeit z.B. das Zelt aufzubauen, kochen oder Feuer zu machen. Durch das Tragen einheitlicher Hemden, genannt "Kluft", wird nicht nur das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, sondern auch jedem Modestress entgegen gewirkt.

Um das Leben der Pfadfinder etwas zu ordnen werden die Kinder und Jugendlichen je nach Alter in verschiedene Stufen aufgeteilt.
Die Kleinsten fangen vom 6. bis zum 12. Lebensjahr an und nennen sich "Wölflinge". In dieser Phase der Pfadfinderei lernen die Kinder mit der Natur zu schätzen und zu achten. Ferner werden sie spielerisch in die Grundkenntnisse der Pfadfinderei eingeführt.

Die nächste Stufe sind Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren und heißen "Jungpfadfinder". In dieser Stufe ist es den Pfadfindern bereits erlaubt Feuer in einem bodenlosen Zelt zu machen. Die "Jupfis", wie man diese Altersstufe oft abkürzt, werden unter anderem in der Feuerkunde, Werkzeugkunde und dem Umgang mit dem Kompass unterrichtet.

Vom 15. bis zum 17. Lebensjahr folgen die "Pfadis" . In dieser Phase werden die Jungendlichen körperlich und geistig besonders gefordert. Sie müssen beispielsweise lange Strecken schwimmen oder nachts mehrere Stunden einen Kompasslauf durch denn Wald machen.

Mit 17 Jahren kommt man in die Stufe "Rover" und dies ist die letzte Altersstufe, die es unter den Pfadfindern gibt. Allerdings können die Rover nach einiger Zeit noch zu Gruppenleitern aufsteigen. Jede Gruppe jeder Stufe hat einen bzw. zwei Leiter, welche für die Kinder oder Jugendlichen verantwortlich sind und das Pogramm für das wöchentliche Treffen vorbereiten. Zudem können die Pfadfinder ab dem 16 Lebensjahr einem Leiter assistieren um später dann selbst eine eigene Gruppe zu übernehmen.

Einmal im Jahr treffen sich alle Jahrgangsstufen zu einer Woche Sommerlager. Für diese Zeit werden gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge geplant, wie z.B. Geländespiele im Wald oder abendliche Lagerfeuer. Zu anderen Gelegenheiten werden auch Kontakte zu Pfadfindern anderer Nationen geknüpft.

Allgemein kann man sagen, dass die Pfadfinderei genau jene Dinge lehrt, die heute immer mehr im normalen Leben verloren gehen und doch so wichtig sind - Teamgeist, Selbstständigkeit, Naturbewusstsein und Organisation. Das Ganze wird in unvergessliche Erlebnisse verpackt, die prägend für das ganze Leben sind.

Christine Scharfen - Malerin aus Kirchseeon
artwebse - Aus Liebe zur Malerei / sinnvolle Freizeitgestaltung

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