Bluthochdruck

Während vor wenigen Jahren ein Blutdruck von "100 plus Lebensalter" als normal galt, hat sich inzwischen der Grenzwert für einen normalen Blutdruck nach unten verschoben. Bereits ab Werten von 140 zu 90 wird heutzutage eine Behandlung in Erwägung gezogen.

Bei der Blutdruckmessung werden 2 Werte unterschieden. Der obere Wert ist der systolische Druck. In dieser Phase zieht sich das Herz zusammen. Der untere zweite Wert, der so genannte diastolische Druck, steht für die Ruhephase des Herzens, wenn das Blut kurz verharrt.
Die Obergrenze des normalen Blutdrucks eines Erwachsenen liegt bei 140 zu 90. Der Blutdruck wird in ‚Millimeter Quecksilber' (mm/Hg) angegeben. Neuesten Studien zufolge sollte der Grenzwert bereits bei 130 zu 80 liegen, gemessen bei körperlicher Ruhe (also im Sitzen oder Liegen). Um das Ergebnis der Blutdruckmessung nicht zu verfälschen, sollte der Messpunkt stets in Höhe des Herzens liegen. Ab dem 35. Lebensjahr sollten die Kontrollmessungen quartalsmäßig erfolgen.

Organische Ursachen für erhöhten Blutdruck sind äußerst selten, die Gründe liegen meist im persönlichen Lebensstil. So können Stress oder psychische Beanspruchungen den Blutdruck erhöhen. Hypertonie kann die unterschiedlichsten Auslöser haben und kann deshalb nicht nach Schema F behandelt werden. Deshalb ist es wichtig, einen Arzt zu finden, der sich Zeit nimmt, um eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Bei richtiger Einstellung der Medikamente muss nicht mit Beeinträchtigungen gerechnet werden. Auf jeden Fall sollte aber in Maßen Sport getrieben werden. Regelmäßige Bewegung trainiert die Gefäße, hält sie elastisch und versorgt sie mit Sauerstoff. Deshalb sind Ausdauersportarten zu bevorzugen. Gleichzeitig verbessern sich der Stoffwechsel sowie die Fließeigenschaften des Blutes, da die Gerinnungsneigung nachlässt. Auch der Blutfettspiegel sinkt. Dass Rauchen, Übergewicht und übermäßiger Alkoholgenuss Risikofaktoren sind, ist inzwischen allgemein bekannt. Besonders Nikotin verengt die Blutgefäße, demzufolge der Blutdruck steigt.

Wer also diese Risikofaktoren reduziert oder ausschaltet, tut viel für seine Gesundheit.

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