Hochdosierte Vitaminzufuhr - Schaden und Nutzen

Eine ausgewogene Ernährung deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen ausreichen mit Vitaminen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung setzt hierfür Richtwerte fest. Anhand dieser Richtwerte, die oberhalb der Erkennung von Vitaminmangelerkrankungen festgesetzt sind und meist zu geringen Ausscheidungen des Vitamins mit dem Urin führen, werden die Empfehlungen zur Vitaminzufuhr festgesetzt.

Neben den Empfehlungen gibt es Bevölkerungsgruppen, die mehr Vitamine täglich zu sich nehmen als empfohlen wird. Diese Personen sind meist gesundheitsbewusster und nehmen mehr Obst und Gemüse zu sich. Studien weisen dies unter anderem mit Ihren Laboreinrichtungen und dem geeigneten Laborbedarf nach. Was sind nun die Gefahren eine Hypervitaminose oder eine zu hochdosierten Vitaminzufuhr?

Generell ist die Einnahme von wasserlöslichen Vitaminen wie z.B. den Vitaminen C, B-Komplex, Panthothensäure und Niacin relativ ungefährlich. Schwieriger sieht es da schon bei den fettlöslichen Vitaminen A, D und E aus. Diese Vitamine reichern sich im Fettgewebe an und hierdurch kommt es teilweise zu verheerenden Auswirkungen für den Organismus.

Vitamin A ist im Körper notwendig für die Haut und das Sehsystem. Durch hohe Dosen Vitamin A - nicht Betacarotin - über einen längeren Zeitraum (täglich 100.000 Einheiten) kommt es zu trockener Haut, Haarausfall, Appetitlosigkeit und Hirndruck. Gerade Schwangere oder Frauen, die schwanger werden möchten, sollten wegen dem teratogenen Potenzial (Bezeichnung für Missbildung verursachend) von Vitamin A vorsichtig sein.

Vitamin D ist wichtig für die Knochenbildung. Wichtig zu wissen ist, dass dieses Vitamin bei körperlicher Gesundheit selbst in ausreichender Menge gebildet werden kann. Maßgeblich hierfür ist ausreichende Sonnenexposition. Dabei sind keine intensiven Sonnenbäder notwendig. Ein länger Spaziergang oder tägliches Gehen zur Arbeit kann durchaus ausreichend sein. Das Zehnfache der empfohlenen Tagesdosis von 5 µg kann zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Krämpfen führen.

Im Gegensatz dazu ist das fettlösliche Vitamin E relativ ungefährlich. Die Spanne der täglich empfohlenen Aufnahme und der gesundheitsschädigenden Wirkung liegen um das 100-fache auseinander. Selbst eine Aufnahme von einem Gramm pro Tag wird von Erwachsenen ohne Nebenwirkungen toleriert. Bei noch höheren Dosierungen können im Labor einen Steigerung des Cholesterin, eine Steigerung der Kreatinkinase und eine Abnahme von Schilddrüsenhormonen beobachtet werden.

Maik Mohl

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