Hypoglykämie akute Form der Unterzuckerung
Hypoglykämie ist die akute Form einer Unterzuckerung. Der Blutzuckerspiegel liegt dabei unter 50 mg/dl. Wichtige Organe werden nicht mehr mit einer ausreichenden Menge Glukose versorgt. Zuerst leidet das Gehirn, das seine Energie ausschließlich aus der Verbrennung von Glukose bezieht. Die Unterversorgung der Neuronen mit Energie im Stadium einer Unterzuckerung führt zu verminderter Hirnleistung. Im schlimmsten Fall zum Schocktod.
Der Körper hat einige Warnzeichen und Symptome, welche auf eine Unterzuckerung schließen lassen. Dazu zählen zittrige Hände, verschwommenes Sehen, Sprachstörungen, Unkonzentriertheit, motorische Einschränkungen, Depressionen, Kopfschmerzen und Erschöpfung. In schlimmeren Fällen kann es zu Aggressivität, Kopfschmerzen, Angstzustände und Epilepsie kommen. Diese Symptome können aber auch ganz ausbleiben. Ein von Unterzucker betroffener Mensch muss dann lernen, seinen Mangelzustand zu erkennen.
Nach der Einnahme von zuckerhaltigen Lebensmitteln signalisiert das Gehirn der Bauchspeicheldrüse Insulin aus zuschütten, um den in der Blutbahn befindlichen Zucker abzubauen und den Zuckerwert auf Normalwert zu senken. Problematisch wird dies bei künstlichem Zucker. Wird dieser in großen Mengen konsumiert, etwa in Form von Schokolade, Cola oder Kuchen, erleidet der Körper einen Zuckerschock. Die Bauchspeicheldrüse wird strapaziert, weil sie große Mengen an Insulin bilden muss, um die Zuckermengen abzubauen. Nach dem Zuckerschock erfolgt der Abfall des Zuckerwerts unter den Normalwert.
Hypoglykämie ist keine Krankheit. Es handelt sich hierbei um eine Überstrapazierung der körpereigenen Regulierungsmechanismen. Ausgelöst durch zu viel Zuckeraufnahme. Allein in Deutschland werden jährlich pro Kopf 50 Kilogramm weißer, künstlicher Zucker verbraucht. Die Nebennieren spielen bei der Regulation des Zuckerspiegels eine entscheidende Rolle. Wenn der Zuckerspiegel im Blut zu weit sinkt, schütten die Nebennieren Hormone (Adrenalin) aus, um gespeichertes Glykogen, aus der Leber und den Muskelzellen in die Blutbahn zu transportieren. Dies führt aber auch zu einem Stresszustand. Alle Hormondrüsen sind dauerhaft erregt. Man bezeichnet die Hypoglykämie auch als Stresskrankheit.
Unterzuckerung beginnt meist mit einem Schwächegefühl und dem damit verbundenen Heißhunger. Einer Verschlimmerung dieses Zustandes kann durch die Einnahme von Cola oder anderen stark gesüßten Lebensmitteln kurzzeitig vorgebeugt werden. Etwa zehn Minuten nach der Einnahme reguliert sich der Zuckerhaushalt wieder und die Neuronen im Gehirn funktionieren wieder normal. Auf lange Sicht hilft jedoch nur eine konsequente Umstellung der Essgewohnheiten. Nicht hilfreich ist auf süßstoffhaltige Nahrungsmittel, um zu stellen. Trotz dieser alternativen Süßform erwartet der Körper Zucker und produziert Insulin, wodurch der Zuckerwert im Blut sinkt.
Nicht nur zu viel Zucker, auch zu fettige zu reichhaltige und zu einseitige Nahrung führen zu einer Störung des Blutzuckerhaushaltes. Um weitere Schäden im Körper und die permanente Unterzuckerung zu vermeiden, muss die Ernährung umgestellt werden. Für eine Umstellung der Essgewohnheit empfiehlt sich auf Trockenfrüchte zu verzichten, die hoch konzentrierten Zucker enthalten. Ebenso abzuraten ist von Weißmehl, Schwarztee, Alkohol, Cola, Süßigkeiten und von Nikotin. Reichlich Obst und Gemüse, sowie Vollkornprodukte, Sojaprodukte und Kräutertee versorgen den Körper nicht nur mit wichtigen Kohlenhydraten, sondern auch mit Glukose, der direkt als Energie verbrannt werden kann. Wichtiger Grundsatz bei der Ernährung ist es, auf künstlichen, weißen Zucker weitgehend zu verzichten und stattdessen auf natürlichen Fruchtzucker zu konsumieren.
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