Vorsorgeuntersuchung versus Darmkrebs

Darmkrebs wächst langsam und häufig völlig unbemerkt. Frühe Warnzeichen bleiben also aus, deshalb ist es um so wichtiger sich regelmäßigen ärztlichen Kontrollen zu unterziehen. Wird diese Krebsart früh entdeckt, ist eine 100%-ige Heilungschance gegeben. Bleibt sie im Verborgenen, also unentdeckt, kann sich ein relativ harmloser Polyp zu einer lebensbedrohlichen Gefahr auswachsen.

Gastroenterologen, die Fachärzte für Magen- und Darmkrankheiten beklagen, dass viele Patienten sich erst an sie wenden, wenn typische Beschwerden wie Blut im Stuhl, Durchfall oder Verstopfung und Schmerzen im Bauchraum unübersehbar auf ein Krankheitssymptom hinweisen. Die Entstehung eines bösartigen Tumors entwickelt sich bei den meisten an Darmkrebs Erkrankten aus durchaus nicht ungewöhnlichen Wucherungen der Darmschleimhaut. Diese Polypen können sich sowohl gutartig verhalten, als auch durch eine Mutation in den Schleimhautzellen einen bösartiger Tumor entwickeln.

Der Darmkrebs benötigt in den meisten Fällen viele Jahre zu einer aggressiven Entwicklung! Wegen dieses Risikos raten die Ärzte zur Entfernung des Darmpolypen. Bis es so weit ist, können bei der Darmkrebs-Vorsorge unterschiedliche Diagnoseverfahren eingesetzt werden. Ärzte und Wissenschaftler erachten die Darmspiegelung als die sicherste Methode der Früherkennung. Da sie aber recht unangenehm und mit einigen Auflagen verbunden ist, wird sie von den Patienten nur sehr ungern in Kauf genommen. Zudem benötigen die Ärzte zur Durchführung Erfahrung und Fachkenntnisse, die nicht jeder Arzt besitzt. Eine andere Diagnosemethode untersucht den Stuhl auf verstecktes Blut. Dieser Darmkrebs-Test verweist aber hauptsächlich auf blutende Tumore bzw. deren Vorstufen und lässt oft nur eine recht wage Vermutung über eine Erkrankung zu. Dennoch werden damit Menschen mit Verdacht auf bösartige Erkrankungen ausgesucht.

Zur genaueren Bestimmung der Erkrankung muss sich der Patient erst danach einer Darmspiegelung unterziehen. Um den Patienten nicht unnötig zu belasten ist es wichtig, dass schon der erste Test so genau wie möglich Auskunft über den Zustand des Darms geben. Deshalb wurde von der Wissenschaft in den letzten Jahren intensiv nach neuen, zuverlässigen Diagnosemethoden gesucht.

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