Weiche Kontaktlinsen

Es gibt verschiedene Arten von Kontaktlinsen, harte und weiche.
Bei den weichen Kontaktlinsen gibt es verschiedene Tauschintervalle. Auf dem Markt werden Tages-, Wochen-, Zweiwochen-, Monats- und Jahreslinsen angeboten.

Weiche Kontaktlinsen bestehen aus einer sehr weichen Kunststoffsubstanz und bestehen bis zu 75% aus Wasser. Sie schwimmen auf dem Tränenfilm der Augen. Der Tragekomfort steigt mit dem Wasseranteil der weichen Kontaktlinse, da mit dem Wasseranteil auch die Sauerstoffdurchlässigkeit steigt. Weiche Kontaktlinsen werden am häufigsten genutzt, trotzdem reicht der Tränenfilm bei vielen Menschen nicht aus, sodass sie nach kurzer Zeit wieder auf andere Sehhilfen zurückgreifen.
Weiche Kontaktlinsen sind als Tages-, Wochen-, Zweiwochen-, Monats- und Jahreslinsen auf dem Markt.

Ein Vorteil der weichen Kontaktlinsen ist ihre leichte Verformbarkeit, die zu einem guten Tragekomfort führen. Austauschkontaktlinsen, die meistens weich sind, haben unterschiedliche Tauschintervalle, von täglich bis jährlich.

Die weichen Kontaktlinsen bieten noch weitere Vorteile.

  • Durch den hohen Tragekomfort haben weiche Kontaktlinsen nur eine kurze Eingewöhnungszeit.
  • Das Sichtfeld mit Kontaktlinsen bleibt zum Rand hin scharf.
  • Kontaktlinsen haben Brillen gegenüber den Vorteil, dass sie weder beschlagen noch bespritzen, ein vergrößertes Gesichtsfeld ermöglichen, keinen Einfluss auf das Aussehen nehmen und beim Sport oder anderen Aktivitäten nicht verrutschen.
  • Weiche Kontaktlinsen bieten einen hohen Tragekomfort durch ihre gute Verformbarkeit.

Weiche Kontaktlinsen haben jedoch nicht nur Vorteile. Ein Nachteil ist die Unverträglichkeit bei vielen Nutzern, da sie keinen ausreichenden Tränenfilm bilden. Ohne den ausreichenden Tränenfilm sitzt die Kontaktlinse unangenehm auf dem Auge, wird zu trocken und kann auch zu Schädigungen am Auge führen. Diese Austrocknung der Kontaktlinse wird oft auch durch Heizungsluft, Lüftungen oder Gebläse verursacht.

Weitere Nachteile der weichen Kontaktlinsen:

  • Sie besitzen eine geringere Haltbarkeit als RGP-Linsen (harte Kontaktlinsen)
  • Es bilden sich leicht Ablagerungen.
  • Sie sind schwieriger als harte Linsen aus dem Auge zu entfernen.
  • Hornhautkegelbildung und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) sind durch harte Kontaktlinsen besser korrigierbar.
  • Die Kontaktlinsen können Umweltgifte wie z.B. Abgase speichern, sowie die Reinigungsflüssigkeit oder Konservierungsmittel.
  • Bei schlechter Pflege der Kontaktlinsen kann es zu einer Infektionen des Auges kommen.
  • Medikamente können den Tränenfilm des Auges beeinflussen.
  • Unregelmäßigkeiten der Hornhaut können aufgrund von ständigem und zu langem Tragen durch Ernährungsstörungen verursacht werden. Diese Ernährungsstörungen werden durch Verschmutzung der Linse verursacht. Die Sauerstoffdurchlässigkeit sinkt.

Es gibt auch weiche Kontaktlinsen mit verlängerter Tragedauer; sie haben alle Vorteile weicher Kontaktlinsen, benötigen jedoch weniger Reinigungsaufwand und können auch über Nacht im Auge bleiben. Nachteilig ist jedoch, dass sie teurer sind als andere Kontaktlinsen und eine geringere Haltbarkeit haben.

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