Gelkamine
Gelkamine können beinahe überall aufgestellt werden und es gibt sie in vielen unterschiedlichen Versionen. Zum Beispiel gibt es Gelkamine aus Glas, aus Sandstein, aus gebürstetem Edelstahl oder auch aus Marmor und selbstverständlich in allen Kombinationen dieser Materialien. Auch die Formen lassen nichts zu wünschen übrig. Von einer einfachen Feuerschale über Designer Kamine bis hin zu einem Gelkamin, der an die klassischen Kamine aus dem 19.Jahrhundert erinnert.
Eines ist ihnen allen gemein, sie sind jederzeit einsatzbereit, rauchen nicht, sind meistens genehmigungsfrei und belasten die Umwelt nicht, da eine spezielle Brennpaste, oder eben ein Gel, verbrannt wird. Wahlweise kann auch Ethanol verbrannt werden. Alles, was man tun muss, um ein schönes gemütliches und stimmungsvolles Feuer zu genießen, ist die Brennschale im Kamin mit Gel zu befüllen, es zu entzünden und sich zurücklehnen. Und sollte man feststellen, dass der Standort des Gelkamins doch nicht ideal ist, dann kann man die meisten Modelle, sofern sie nicht fest mit einer Wand oder dem Boden verbunden sind, verrücken. Das sollte man natürlich nicht tun, während das Gel brennt.
Die Heizleistung eines Gelkamins hängt stark von der Größe und von der Form des Kamins, sowie von der Raumgröße ab. Generell wird die Heizleistung eines Gelkamins mit zwei bis vier KW angegeben, allerdings gibt es auch größere Modelle, mit einer höheren Heizleistung, welche dann auch dementsprechend mehr Gel bzw. Brennpaste verbrennen. Je nach Raumgröße erreichen die Gelkamine eine Temperaturveränderung von drei bis acht Grad Celsius.
Im Unterschied zu Gelkaminen wird bei Bioethanol-Kaminen vergällter, also untrinkbarer, Alkohol verbrannt. Man kann anhand der bläulichen Flamme erkennen, wenn Ethanol verbrannt wird. Da Ethanol meistens aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, und er geruchslos verbrennt, wird auch die Umwelt nicht belastet. Allerdings ist durch die Flüssigkeit natürlich auch die Gefahr von Unfällen durch ein Auslaufen oder verschütten wesentlich größer als bei Gelkaminen.
Die Unterschiede von Gelkaminen zu normalen Holzkaminen könnten kaum vielfältiger sein. Der konventionelle Kamin muss an einen Schornstein angeschlossen werden, ein Schornsteinfeger muss dies überprüfen, beim Verbrennen des Holzes entsteht natürlich Rauch sowie Asche als Rückstand und Harzblasen lassen schon mal gerne die Funken fliegen, was natürlich die direkte Umgebung eines Kamins in Gefahr bringt, ebenso wie vorbeilaufende Kinder oder Haustiere. Des Weiteren ist Holz teuer und muss erst umständlich aufgeschichtet werden und nach jedem Nutzen muss der Kamin von der Asche befreit werden. Außerdem darf man einen offenen Holz-Kamin natürlich nicht unbeaufsichtigt lassen. Allerdings ist die Heizleistung eines Holz-Kamins wesentlich höher als die eines Gelkamins.
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