Historische Dielen wiederverwenden

Neben Backsteinen sind Dielen das am häufigste Angebotene Material beim Händler für historische Baustoffe. Das liegt an ihrer guten Wiederverwendbarkeit.

Sofern die Dielen aus einem Gebäude stammen, welches zum Zeitpunkt des Rückbaus noch trocken war, können die Dielen problemlos wiederverwendet werden.

Vorraussetzung ist allerdings der fachmännische Ausbau. Hierbei kommt es insbesondere darauf an, dass die Dielen nicht beschädigt werden. Die größten Probleme bereiten hierbei die Nägel. Würde man diese nach oben herausziehen, ginge durch den Werkzeugeinsatz die Holzoberfläche kaputt. Gerade ältere Nägel, die eine sehr gute Verbindung zum Holz aufgenommen haben, machen hier Probleme: Sie reißen das Holz beim herausziehen mit.

Abhilfe schafft man sich indem man die Nägel kurzerhand durch die Diele schlägt. Hierzu wird ein sog. Dorn verwendet. Mit Dorn und Hammer werden die Nägel durch die Dielen getrieben. Dabei wird zwar das Nagelloch etwas vergrößert, aber das ist nicht weiter tragisch. Viele Kunden schätzen die rustikale Optik sogar. Andernfalls können die Löcher problemlos zugespachtelt werden, so dass sie praktisch nicht mehr auffallen.

Wie sie sehen, können historische Dielen mit dem nötigen Know How und dem entsprechenden Geschick ausgebaut und wiederverwendet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei der Holzart um Eiche, Lärche, Kiefer, Fichte oder
Pitch Pine handelt. Alle Dielen lassen sich gleichermaßen gut wiederverwenden. Und alle alten Dielen haben diesen speziellen Charme, der nur schwer in Worte zu fassen ist.

Wenn Sie noch Zweifel haben, was die Qualität angeht, empfehlen wir Ihnen einen Besuch beim Händler für historische Baustoffe. Vor Ort können Sie sich selbst ein Bild machen, und Ihre Entscheidung treffen.

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