Lichttechnik und Arbeitsplatz
Licht heißt der sichtbare Teil des elektromagnetischen Spektrums im Wellenbereich zwischen 380 und 780 nm. Bei guten Beleuchtungsverhältnissen fasst der Mensch 90 % seiner Sinneseindrücke über die Augen auf. Hierfür ist die ausgefeilte Lichttechnik notwendig.
In Büroräumen, die häufig aus Kostengründen in Hochhäusern eingerichtet werden. Die Büroräume sind dann meist mit niedriger Deckenhöhe und fensterlos oder mit einer relativ zur Raumgröße zu geringen Fensterfläche ausgestattet. Durch künstliche Beleuchtung müssen dann die notwendigen Lichtverhältnisse geschaffen werden.
Generell gilt für die Beleuchtung eines Arbeitsplatzes: Mit zunehmender Beleuchtungsstärke steigert sich die Arbeitsleistung und vermindern sich Ermüdung und die Unfällhäufigkeit. So kann die richtige Lichttechnik bzw. Beleuchtung vom unangenehmen Kostenfaktor schnell zum dauerhaften Produktivitätszuwachs werden.
Was sollte nun aus arbeitsphysiologischer Sicht für eine optimale Schaffenskraft am Büroarbeitsplatz für eine Beleuchtung vorhanden sein?
Grundsätzlich soll durch Lichttechnik die Informationsaufnahme so weit wie möglich erleichtert werden. Hierzu ist die richtige Beleuchtungsstärke wichtig. In Büroräumen sollten daher Beleuchtungsstärken von 500 bis 700 Lux für Lesen und Schreiben und 1.000 bis 2.000 Lux für Feinarbeiten wie z.B. technischen Zeichnen vorhanden sein. Gerade bei Bildschirmarbeitsplätzen muss eine Gradwanderung zwischen Beleuchtungsstärke und der davon ausgehenden Reflexion bzw. dem reduzierten Kontrast des Bildschirmes eingegangen werden. Daher ist hier eine Beleuchtungsstärke von 300 bis 500 Lux zu empfehlen.
Die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung des Büroraumes ist gerade für eine Erleichterung der Adaptionsarbeit des Auges wichtig. Ein ständiger Wechsel zwischen Hell und Dunkel kann zur Ermüdung und zu Augenbeschwerden führen. Die Umgebung des Arbeitsplatzes sollte daher ähnlich hell sein wie der Arbeitsplatz selbst.
Um Reflexion und Blendung zu vermeiden sollten matte Arbeitsflächen und Möbel im Büroraum eingesetzt werden. Die Lampen sollten von geringer Leuchtdichte sein. Hierzu empfehlen sich Leuchtstofflampen eher als Glühlampen. Die Lichtbänder parallel zur Blickrichtung geführt werden. Leuchten mit streuender Verkleidung verwenden. Am wichtigsten ist, dass sich im Gesichtsfeld des Büroarbeiters kein Leuchtmittel befindet. Der Winkel zwischen der horizontalen Blickrichtung und der Lichttechnik muss größer als 30 Grad sein.
Die Lichttechnik im Büro muss richtig gewählt sein und ist im Unterschied zur abendlichen Freizeitgestaltung in Discotheken (Lichttechnik z.B. von GLP, Showtec, Eurolite) wichtig für die Produktivität der Arbeitskräfte.
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