Die Wärmepumpe kombiniert mit der Solaranlage

Der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung für unsere Gebäude wird sich in den kommenden Jahren zu einem der Hauptthemen beim Heizungsneubau und der Heizungsmodernisierung entwickeln. Dabei hat sich gerade Wärmepumpe in Kombination mit einer Solaranlage, als besonders effizient erwiesen.

Hier werden zwei Systeme kombiniert, die zum einen die direkt Sonneneinstrahlung über die Solaranlage nutzen und zum anderen die Wärmepumpe, die die indirekte Sonneneinstrahlung über die in der Umgebungsluft, Erdreich oder im Wasser enthaltene Wärme nutzt.

Wenn man sich unser doch oft nasskaltes Wetter und die trüben Tage mit bedecktem Himmel ansieht fragt man sich, wie soll hier eine Solaranlage funktionieren. Sicher wir haben keine 320 Sonnentage wie in Andalusien, aber moderne Solaranlagen können selbst bei diffuser Sonneneinstrahlung noch Energie für unsere Wärmeerzeugung nutzen. Dabei wird die Sonnenenergie von auf dem Dach oder eine Freifläche im Garten aufgestellten Solarkollektoren aufgefangen und über ein mit einem Wasser Glykol Gemisch gefülltes Rohrnetz in einem Solarspeicher zwischengespeichert. Über entsprechende Wärmetauscher oder im Durchlaufprinzip wird dann die Energieversorgung für die Heizung oder zur Warmwassererzeugung durchgeführt.

Bei entsprechender Gebäudewärmedämmung können so bis zu 60 Prozent der Heizenergie durch die

Solaranlage erzeugt werden. Die restlichen 40 Prozent müssen aber immer noch einer Gasheizung erzeugt werden. Wer eine komplette Energieversorgung über regenerative Energien wünscht, der kann die Solaranlage zusätzlich mit einer Wärmepumpe kombinieren. Besonders einfach zu installieren ist dabei die Luftwärmepumpe, die der Umgebungsluft die Wärme entzieht. Die Problematik bei der Luftwärmepumpe ist allerdings, dass bei Außentemperaturen unter null Grad der COP-Wert der Wärmepumpe und somit die Effizienz deutlich nach unten geht. Hier kann man auch wieder mit der Solaranlage gegensteuern. Bei niedrigen Außentemperaturen und geringer Sonneneinstrahlung reicht die von der Solaranlage erbrachte Temperatur nicht aus um die Heizung damit zu versorgen. Über eine entsprechende Regelung, kann mit der Wärme der Solaranlage die der Wärmpumpe zugeführte Luft vom Temperaturniveau angehoben und so der COP Wert der Wärmepumpe deutlich verbessert werden. Bei hochgedämmten Gebäuden lässt sich so eine 100 prozentige Beheizung des Gebäudes durch Solaranlage und Wärmepumpe realisieren.

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