Baufinanzierung für das Eigenheim
Trotz dem Wegfall der Eigenheimzulage im Jahr 2006 hat sich die Bau- und Immobilienbranche von dem entstandenen Tief weitgehend erholt. Immer mehr Verbraucher möchten in den eigenen vier Wänden leben und gleichzeitig für das Alter vorsorgen. Doch ist eine Baufinanzierung wirklich so einfach zu bekommen, wie die Banken ihren Kunden immer gern weiß machen wollen? Und wo fängt man eigentlich an, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen?
Die Tageszeitungen scheinen überfüllt von potenziellen Traumimmobilien zu sein. In der Anfangsphase schadet es wohl deshalb nicht, wenn Sie sich erstmal die vorhandenen, attraktiven Objekte ansehen, damit Sie sich im weiteren Verlauf überlegen können, ob Sie für sich eine Gebrauchtimmobilie bevorzugen oder sich in einem Neubauvorhaben verwirklichen wollen. Jede der beiden Formen hat Vor- und Nachteile, seriöse Immobilienmakler oder Bauträger sollten Sie als (unwissenden) Kunden darauf aufmerksam machen. Gerade die steuerlichen Vorteile des Neubauvorhabens verschweigen einige Makler gern.
Parallel zu den ersten Besichtigungen wird Ihnen ein Fachmann raten, ein vorläufiges Gespräch mit der Bank anzustreben, damit der ungefähre Finanzierungsrahmen abgeklärt werden kann. Dies ist jedoch keinesfalls die Summe, die Ihnen die Bank später tatsächlich leihen wird! Auch lohnt es sich, wenn Sie nicht nur bei Ihrer Hausbank bezüglich der Baufinanzierung anfragen, sondern auch andere Angebote von anderen Banken einholen.
Wenn Sie dann ein für Sie passendes Objekt gefunden haben, in dem Sie sich Ihre Zukunft gut und gerne vorstellen können und wollen, folgt eine sogenannte Gegenwertsprüfung der finanzierenden Bank. Bei dieser Gegenwertsprüfung prüft die Bank, ob das Objekt tatsächlich die zu beleihende Summe wert ist. Für die Bank hat nämlich absolut Priorität, dass sie in jedem Fall ihr Geld wiederbekommt. Zur Not durch einen Verkauf, schlimmstenfalls im Rahmen der Zwangsversteigerung.
Bei Baufinanzierungen für Gebrauchtimmobilien ist es üblich, den Kaufpreis in einer Summe zu bezahlen. Nach der Beurkundung beim Notar kümmert dieser sich um die weitere Abwicklung des Geschäfts. Sobald die Bank ihre Sicherheit im Grundbuch eingetragen hat, gibt sie das Geld frei.
Bei Neubauvorhaben ist es üblich, dass nach Baufortschritt bezahlt wird. Niemals hat der Bauherr in Vorleistung zu gehen. Erst wenn Sie einen Bauabschnitt als in Ordnung abnehmen, zahlen Sie einen geringen Teil der Gesamtrechnung. Oft hat der Bauherr vor Baubeginn einen Finanzierungsnachweis der Bank beizubringen, worin die Bank bestätigt, dass sie das Bauvorhaben bis zu einer bestimmten Summe unterstützt.
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