Beteiligung an Offshore-Windpark durch die Kfw-Förderbank

Seit dem Atomausstieg der Bundesrepublik Deutschland in diesem Frühjahr ist der Wechsel weg von den fossilen Brennstoffen hin zu regenerativer Energiegewinnung noch deutlicher in den Focus gerückt. Dabei leistet neben der Energiegewinnung aus Sonnenenergie, Wasserkraft und Biogas die Windenenergie den wichtigsten Beitrag für die Gewinnung von sauberem Strom. Bei der Gewinnung von Windstrom wird in der Zukunft verstärkt auf sogenannte Offshore-Windparks gesetzt, denn bisher gab es bei der Errichtung von Windparks auf dem Festland häufig Probleme mit Anwohnern oder anderen Interessengruppen. Gleichzeitig ist die Energieausbeute auf dem Meer wegen des konstant stärkeren Windes deutlich besser. Dennoch ist die Errichtung eines Offshore-Windparks deutlich teurer, denn neben den technischen Herausforderungen an die Fundamente sind auch die Anlagen insgesamt anderen Belastungen, insbesondere durch die Einwirkung von Salzwasser, ausgesetzt.

Die KfW-Bankengruppe hat am 29. August 2011 nunmehr bekannt gegeben, dass sie sich an der Anschubfinanzierung des Offshore-Windparks Global Tech I mit einer Gesamtsumme von 330 Mio. Euro beteiligt. Dabei übernimmt die KFW Bankengruppe 280 Mio. Euro und die rechtlich selbstständig agierende KFW IPEX Bank weiter 50 Mio. Euro. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt bei dem Offshore-Windpark über eine Mrd. Euro und wird neben einem Konsortium europäischer Privatbanken, die mit 270 Mio. Euro engagiert sind auch durch ein zinsgünstiges Darlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 400 Mio. Euro unterstützt. Für dieses letztgenannte Darlehen geben die Privatbanken wiederum eine entsprechende Garantie. Noch größer ist die Beteiligung beider KfW-Partner bei der Finanzierung des neuen Windparks Meerwind, der ca. 23 KM vor Helgoland in den kommenden Jahren errichtet werden soll. Hier engagiert sich die KfW insgesamt mit einem Volumen von mehr als 450 Mio. Euro. Die Finanzierung durch die KfW ist insbesondere deshalb besonders wichtig, weil gerade die finanzielle Größenordnung - der Windpark "Meerwind" wird auf Gesamtkosten von 1,3 Mrd. Euro budgetiert - nicht allein durch die private Geldgeber finanziert werden kann, gleichzeitig aber erst aber einer bestimmten Anlagegröße ein Offshore-Windpark überhaupt erst rentabel wird.

Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der KfW Bankengruppe Dr. Ulrich Schröder macht die KfW dabei einen wichtigen Schritt in die Richtung der angestrebten Energiewende und leistet dabei auch einen bedeutenden Beitrag zur Anschubfinanzierung dieser neuen technologischen Herausforderung hin zu einer marktreifen Umsetzung. Denn ohne die wichtige Rolle der KfW dürften Offshore-Windanlagen wegen des erheblichen Finanzierungsbedarfs durch private Investoren kaum realisierbar sein. Damit entfällt aber auch die Möglichkeit Erfahrungen im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Windparks auf dem offenen Meer zu sammeln. Bereit gestellt werden die Gelder aus dem seit dem 8. Juni 2011 bereitstehenden KfW-Programm „Offshore Windenergie“, dass im Zusammenhang mit dem Bundesumweltministerium (BMU) entwickelt wurde. Die KfW leistet somit nicht nur einen direkten Beitrag zur Finanzierung, sondern sorgt mittelbar auch für die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in diesem wichtigen Bereich deutscher Technologie.


Quelle: www.sofort-kredit.net

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