Die Brennessel

Die Brennesseln gehören zur Familie der Brennessel-Gewächse. In Mitteleuropa sind ca. 45 verschiedene Brennesselarten bekannt. Die Pflanze wird je nach Art und Standort zwischen zehn und 250 Zentimeter hoch. Die Pflanzenstängel wachsen meist ohne Zweige und sind mit Brennhaaren versehen. Daher rührt auch der Name Brennessel. Die Blätter der Pflanze sind ebenfalls behaart und von grüner Farbe. Die Blätter sind herzförmig und ähneln an den Rändern einem Sägeblatt. Die winzigen Blüten sind von weißer, gelegentlich auch von violetter Farbe. Die männlichen und weiblichen Blüten können sowohl auf einer Pflanze als auch auf verschiedenen Pflanzen anzutreffen sein. Die Brennessel kann also ein- bzw. zweihäusig sein.

Die Vermehrung der Pflanze erfolgt vegetativ über Rhizome, ansonsten sind die Brennesseln windbestäubend. Dabei werden die Pollen in die Luft geschleudert und der Wind trägt den Pollen dann auf die weiblichen Blüten. Zur nächsten Verwandtschaft der Brennessel gehören übrigens nicht die Taubnessel und nicht die Goldnessel. Diese sehen der Pflanze zwar ähnlich, aber sie haben keine Brennhaare und wesentlich größere Blüten.

Die Brennesseln sind besonders aufgrund der schmerzhaften Quaddeln berühmt und berüchtigt, die durch die Berührung der Brennhaare mit der menschlichen Haut hervorgerufen werden. Diese Quaddeln werden hervorgerufen durch eine Melange aus Serotonin, Histamin, Acetylcholin, Methansäure und Natriumforminat. Welcher Wirkstoff jedoch für die Quaddeln ursächlich verantwortlich ist, ist bisher nicht abschließen erforscht.

Die Brennessel ist nahezu in der ganzen Welt verbreitet. Sie ist eine Zeigerpflanze für Stickstoffvorkommen im Boden. Als Pionierpflanze besiedelt sie sehr schnell unbewachsene Flächen. Im Gegensatz zu den Menschen ist die Brennessel bei Tieren sehr beliebt. So dienst sie ca. 50 Schmetterlingsarten als bevorzugte Futterpflanze.

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