Kletterrosen
Kletterrosen sind bestens geeignet, um bei der Gartengestaltung den Blick des Betrachters weg von der Fläche zu einem vertikalen Objekt zu leiten. Im Gegensatz zu Ziergegenständen, die diesen Dienst sicherlich auch erfüllen, setzen Kletterrosen zusätzliche Akzente.
So eignen sie sich auch hervorragend, hochgeführt an Rosenbögen oder Lauben, Hauswänden, Zäunen oder Mauern, zur Begrünung und Verschönerung. Dazu benötigen sie jedoch für ihre volle Entfaltung eine Stütze, denn bis auf die Dornen werden keine Organe ausgebildet, mit denen sie sich halten könnten. Gerade deshalb handelt es sich aber auch um Kletterrosen und nicht etwa um Schling- oder Rankrosen, die es nicht gibt oder geben kann.
Die Ansprüche an den Standort sind nicht sonderlich hoch: Sonne bis Halbschatten sowie eine gute Nährstoff- und Wasserversorgung des Bodens. Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann man ein Kommen und Gehen der Blüten von Sommeranfang bis weit in den Herbst genießen. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, widerstandsfähige Sorten zu wählen, um die Gefahr einer Erkrankung wie Rosenrost oder Mehltau gering zu halten. Zu den empfehlenswerten und mehrmals blühenden Kletterrosen gehören u.a.: Santana, Goldstern, New Dawn, Morning Jewel, Lawinia, Compassion, um nur einige zu nennen.
Bei den Kletterrosen unterscheidet man weiterhin zwischen recht steiftriebigen (hier gibt es viele öfter- und dauerblühende Sorten) Kletterrosen und den so genannten Ramblerrosen. Letztere sind eher weichtriebig und starkwüchsig, so dass sie in kurzer Zeit begrünen. Die Tatsache, dass sie nur einmal blühen, ist dabei nicht unbedingt nachteilig, denn der Flor ist dafür umso üppiger.
Pflanzen von Kletterrosen
Das Pflanzen von wurzelnackten Sträuchern ist noch bis zum Beginn des Laubaustriebes möglich. Zunächst wird der Strauch über mehrere Stunden gewässert. Nun schneidet man ggf. beschädigte Wurzeln heraus und pflanzt dann den Strauch so tief, dass die Veredelungsstelle ungefähr 5 cm tief unter die Erde kommt. Der Boden des Pflanzloches muss vorher gut durchgelockert werden, damit die tief reichenden Wurzeln gut einwachsen können. Unter die Füllerde wird, wenn möglich, reifer Kompost (mindestens 2 Jahre alt) zu einem Drittel untergemischt. Das Pflanzloch sollte ausreichend groß sein und den Wurzeln Platz bieten, so dass sie nicht etwa hochgebogen werden.
Bei der Frühjahrspflanzung wird Erde als Frostschutz angehäufelt und erst dann wieder entfernt, wenn die Neutriebe eine Länge von 10 cm aufweisen. Danach empfiehlt es sich, Kompost in die obere Bodenschicht einzuarbeiten und anschließend mit einer Mulchschicht abzudecken.
Handelt es sich um Containerpflanzen, so kann man diese ganzjährig pflanzen. Es ist im ersten Jahr lediglich ein regelmäßiges Gießen erforderlich, damit die Wurzeln gut in das umgebende Erdreich hineinwachsen.
Schnitt der Kletterrosen
Hat man sich für mehrmals blühende Kletterrosen entschieden, so werden nach dem ersten Blütenflor die verblühten Triebe kräftig zurück geschnitten. Altes Holz wird im Winter entfernt. In dieser Zeit kann die Wuchshöhe begrenzt und alte oder abgestorbene Triebe entfernt werden.