Die Reformation
Zur Zeit des Mittelalter als das Christentum schon weit verbreitet war, und die Kirche mehr und mehr an Macht gewonnen hat, missbrauchte die Kirche Ihre Macht. Die Moral der Priester war niederen Motivs. Es ging mehr um Rang und Namen, als die eigentliche Bedeutung der Worte Gottes. Die Kirche wurde immer reicher und führte ein angenehmes Leben und hohe Ämter waren ihr Ziel. Die Zeit war reif für eine Reform.
Männer wie der Engländer John Wycliffe und der Tscheche Johann Hus traten im 15. Jahrhundert für eine
eindeutige Reform ein. Doch Ihre öffentlichen Predigten wurden unterdrückt.
Auch die Gelehrten der Italiener Savonarola, Erasmus von Rotterdam oder der Engländer Colet begannen
Missstände in der Kirche aufzuzeigen.
Aber der große Umschwung kam erst mit dem 1483 geborenen deutschen Mönch Martin Luther. Als der Theologieprofessor Rom besuchte, und die Missstände die dort herrschte sah war er missgestimmt. Auch der Ablasshandel den Papst Julius II, um die Peterskirche in Rom wieder aufzubauen stießen auf Ablehnung seinerseits. Die Lehren der Kirche für unzulässig haltend veröffentlichte er seine Einwände, als die bekannten 95 Thesen. Dieses Schriftstück wurde 1517 an das der Tor der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen. Diese Thesen verbreiteten sich rasch in ganz Deutschland. Einige Fürsten stellten sich, durch Ihren Widerwillen weiterhin Zahlungen an den Papst zu leisten, auf seine Seite.
Natürlich rief die Kirche Martin Luther auf seine Thesen zu entfernen, doch dieser weigerte sich. Die Folge war 1520 die Exkommunizierung und die Erklärung zum Ketzer. Dies führte wiederum zur Spaltung der Kirche, die einen wanderten in sein Lager, die anderen in die Gegenseite. Durch die Handlungen Luthers animiert, drängten nun auch andere Gelehrte auf die geforderte Reformation. Die Kluft zwischen der Lehre der Bibel, und der Ausführung der Kirche wurde nun immer deutlicher.
Durch die Übersetzung der Bibel durch Martin Luther in die deutsche Sprache war das Buch der Bücher für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich. Durch Interventionen von Kaiser des Römischen Reiches Karl V, kam es 1539 zu einer Einigung mit den Protestanten in Frankfurt.
Endlich im Jahre 1555 das Jahr des "Religionsfrieden von Augsburg" wurde die Lutherische Kirche anerkannt. Auch in der Schweiz gab es jemanden der die Lager der Katholiken aufmischte. John Calvin, er gründete 1541 in Genf eine Kirche, die sich ausschließlich nach den Lehren Jesu richtete. Diese Lehre verfehlte Ihre Wirkung nicht, besonders für John Knox, der sie in Schottland zu predigen begann, dadurch gelang es ihm einen Großteil der Schotten zum Protestantismus zu bekehren.
Es dauerte bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts bis sich die Reformation im westlichen Europa verbreitete. Ein weiteres Jahrhundert dauerte es bis die katholischen Mächte das Recht auf einen eigenen Glauben gestatteten. Diese Wirren wussten viele Fürsten zu nutzen um Ihre eigenen Pläne zu verwirklichen.
Unter dem Deckmantel England wieder dem Katholizismus zuzuführen segelte z.B. Philipp II mit seiner spanischen Armada in englische Königreich, doch die Ausdehnung seines Reiches war der wahre Grund. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen der verschiedenen Religionen, die auch heute noch, wenn auch in gemilderter Form vorhanden sind.