Trekkingrad - Reiserad

Wer sich ein Trekkingrad kauft, tut dies meist mit der Absicht, damit längere Strecken zurück zu legen. Aus diesem Grund ist es mit 28 Zoll großen Reifen sowie einer Kettenschaltung ausgestattet. Der Handel bietet auch die kleineren 26-Zoll-Räder an, da sie je nach Anspruch robuster und wendiger sind.

Mit einem Trekkingrad kann der Reisende auch schwieriges Gelände sicher befahren. Dazu wählt man eine Bereifung, die in der Mitte glatt und an den Seiten mit grobem Profil gearbeitet ist. Dies gibt im Gelände den erforderlichen Halt und erspart auf der Straße Anstrengungen.

Dabei bieten hoch liegende Tretlager die für unebenes Gelände erforderliche Bodenfreiheit. Ein Trekkingrad muss auch so konzipiert sein, dass sich Lasten wie Zelt und Schlafsack gut transportieren lassen. Ein stabiler Gepäckträger muss etwa Lasten von 20 Kilogramm tragen können. Dementsprechend ist auf einen stabilen Ständer - vorzugsweise ein Mittelständer - zu achten, damit das Rad bei der Beladung nicht umkippt.

Natürlich kann man damit auch kurze Distanzen überbrücken, jedoch eignen sich für Einkaufsfahrten in die Stadt besser Cityräder.
Unter dem Oberbegriff Trekkingrad sind auch Reiseräder mit langem Radstand und Hybridbikes (dabei handelt es sich um Sporträder ohne Ausstattung für den Straßenverkehr) erfasst.

Trekkingräder werden meist stark beansprucht, so dass aus Sicherheitsgründen nicht auf Kosten der Qualität gespart werden darf. Aber nicht nur Sicherheit ist ein Aspekt beim Kauf eines Trekkingrades, auch die körperliche Beanspruchung ist je nach Ausführung unterschiedlich. So entlasten Federgabel und gefederte Sattelstützen Handgelenke, Schultern und Rücken. Spezielle Ausstattungen am Lenker ermöglichen verschiedene Griffpositionen und damit auf längeren Strecken veränderte Körperhaltungen. So genannte Multilenker sind zwar praktisch, jedoch muss zum Bremsen umgegriffen werden.

Zur standardmäßigen Ausstattung der Trekkingräder gehören V-Brakes, stark packende Felgenbremsen. Diese sind etwas gewöhnungsbedürftig, da sie sehr fest packen. Von so genannten Bremskraftbegrenzern sollte man dennoch Abstand nehmen, da sie besonders in Gefahrensituationen zu blockierenden Rädern und dadurch zu Stürzen führen.

Die Größe des richtigen Rahmens errechnet sich nach der Formel Schritthöhe x 0,58. Der Abstand zwischen Sattel und Lenker sollte nicht so groß sein, dass man sich strecken muss. Vielmehr muss ein entspanntes Sitzen gewährleistet sein. Zwar sind offene Rahmen für den Einstieg bequemer, jedoch erreicht man durch geschlossene Rahmen mit Querstange eine höhere Stabilität, besonders dann, wenn Berg- und Talfahrten beabsichtigt sind.

Bei der Schaltung kann man zwischen einer Ketten- oder einer Nabenschaltung wählen. Übliche Kettenschaltungen mit 21 oder 24 Gängen sind zwar ausreichend für ebene und bergige Strecken, jedoch ist das Einstellen aufwändig. Zudem sollten Schaltwerk, Kette und Zahnkränze regelmäßig gesäubert und gepflegt werden. Eine Nabenschaltung ist bequemer und weniger pflegeintensiv, jedoch stehen nur 5 bis 8 Gänge oder teure Sonderausführungen mit 14 Gängen zur Verfügung.

Für gutes Sehen und Gesehen-Werden sollten Trekkingräder mit Nabendynamos ausgerüstet sein sowie Halogenleuchten, Doppelverdrahtung und Standlicht.

Bei der Wahl des Sattels entscheiden sich Langstreckenfahrer häufig für eine schmalere Variante, da er weniger Kontakt zum Schenkel hat. Auf Kurzstrecken sind breitere Sättel bequemer. Ein Gelsattel passt sich besser an, wenn man gerne gemütlich fährt

Weitere Artikel in der Rubrik Shopping