Wie ist die Waschmaschine entstanden?

Vor der Entwicklung von Waschautomaten haben die Menschen Jahrhundertelang ihre Kleidung mit pflanzlichen Substanzen oder Aschenlauge gereinigt. Später wurde Seife in Verbindung mit Regenwasser oder dem Wasser eines Flusses durch harte körperliche Arbeit sauber geknetet und der Dreck ausgerieben. Um diesen Aufwendigen Prozess zu vereinfachen, fing der Mensch an sich Gedanken zu machen, wie man diesen Vorgang automatisieren kann.

Im Jahre 1767 wurde von dem Regensburger Theologen Jacob Christian Schäffern die Rührflügelmaschine entwickelt. Sie war rein mechanisch und natürlich nicht mit unseren heutigen Waschmaschinen zu vergleichen. Knappe 100 Jahre darauf, wurde von dem Amerikaner Hamilton Smirt im Jahr 1885 die Trommel Waschmaschine gebaut. Hier konnte man schon von einer gewissen Waschleistung sprechen. Wieder ein Amerikaner, nämlich Alva J. Fischer hatte 1901 die allererste elektrische Waschmaschine hergestellt. Allerdings begann der Siegeszug der Waschmaschinen erst um 1950. Der Waschvollautomat Constructa wurde in Deutschland im Jahr 1951 präsentiert und galt als Luxus, da er noch sehr teuer war. Wenige Jahre zuvor hatte ein Waschvollautomat auch schon in Amerika für Aufsehen gesorgt.

Mittlerweile wurden wirksame Waschmittel produziert, was den Siegeszug der Waschmaschine enorm unterstützte. Zusätzlich hat der Erfindergeist der Menschen mit ständig neuen Innovationen die Waschmaschinen durchgehend weiterentwickelt.

Allerdings konnten die damaligen Trommel Waschmaschinen nur sehr langsam drehen, von schleudern konnte man da noch nicht sprechen. Des Weiteren waren sie sehr groß, aufwändig zu installieren, sehr laut und nur mit einem Kochprogramm ausgestattet. Dementsprechend sahen sie auch bei weitem nicht so elegant aus wie heute.

Aufgrund dieser Tatsachen wurde der Markt vorerst von Holz- und Metallbottich Waschmaschinen dominiert. Bei diesen Varianten wurde die Wäsche mit Wasser erhitzt und mit einem Rührflügel oder einem Wellen- bzw. Turborad im Bottich gereinigt. Hierbei entstanden in der Wäsche oft Risse oder sie verzog sich. Der Wasserverbrauch ist bei dieser Bauart enorm hoch gewesen.

Das allseits bekannte Unternehmen Miele hat von 1902 bis 1962 beispielweise Holzbottich Waschmaschinen verkauft. Die Trommel Waschmaschine setzte sich jedoch Ende 1950 langsam gegen die Konkurrenz auf dem Markt durch. Von Miele wurde 1955 eine Waschmaschine mit der „Schrankform“ präsentiert. Im Jahre 1958 stellten Bosch und Miele schon die ersten Waschvollautomaten vor. Die Maschinen hatten ein Vor- und Hauptwaschprogramm sowie eine Schleuderfunktion.

Aufgrund des Platzmangels in den privaten Haushalten wurden später verschiedene Arten von Waschmaschinen gebaut. Man unterscheidet hier zwischen Frontlader, die wie üblich durch ein Bullauge von vorne mit Wäsche gefüllt werden und Topladern, bei denen der Zugang zur Waschtrommel von oben möglich ist und sie dadurch schmaler werden.

Heutzutage wird von den Käufern sehr viel Wert auf die ökonomischen und ökologischen Eigenschaften der Waschmaschinen gelegt. Dadurch entstehen immer wieder neue technische Innovationen, die die Waschmaschinen effizienter und besser machen. Vergleicht man eine alte Waschmaschine mit einer neuen, sind erhebliche Ersparnisse bezüglich der laufenden Kosten durch Strom- und Wasserverbauch möglich. Sollte man noch eine sehr alte Waschmaschine besitzen, könnte man eine Waschmaschine kaufen die der heutigen Zeit entsprechend technisch ausgerüstet ist und dadurch Jährlich Kosten einsparen.

Zu den wichtigen technischen Innovationen gehören z. B. die Mengenautomatik, die die richtige Dosierung von Waschmittel und Wassermenge koordiniert und der Auqastop, der bei einem Leck im Zulaufschlauch die Wasserzufuhr unterbrich und dadurch einen Wasserschaden verhindert. Die sogenannte Unwuchtkontrolle steuert das Schleuderverhalten und passt es den Gegebenheiten an um den Geräuschpegel zu senken und die Waschzeit zu reduzieren. Die Ökoschleuse ist eine Erfindung von AEG, welche in dem „Öko Lavamat“ erstmals 1986 zum Einsatz kam. Sie verhindert, dass zu viel Waschmittel unbenutzt bleibt und steigert somit die Effizienz der Waschmaschine beim Waschvorgang. Aktuelle Waschmaschinen sind wesentlich besser als damalige, sie verbrauchen in der Regel nur knapp 50% Wasser und Waschmittel und erreichen selbst bei 40 Grad sehr gute Waschleistungen. Durch die verschiedenen Innovationen wurde auch der Stromverbauch enorm gesenkt, sowie die Lautstärke beim Schleudern.

Viele Innovative Firmen wie Miele, Bosch und AEG arbeiten ständig an weiteren Möglichkeiten die Technik noch weiter zu verbessern und uns den Alltag zu erleichtern, das ermöglichen Sie durch verschiedene intelligente Softwaresteuerungen der Waschmaschine. Wir sind gespannt welche technischen Erneuerungen uns die Zukunft noch bringt.

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