Bonn

Die sogenannte Bundesstadt (Bundesstadt nicht Bundeshauptstadt!) Bonn liegt im Süden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde aus dem Provinzstädtchen für 50 Jahre der Regierungssitz der Bundesrepublik. Bis 1990 fungierte Bonn als Hauptstadt für den westdeutschen Staat.

Noch heute ist Bonn Sitz von sechs Bundesministerien und bestimmten Organisationen der Vereine Nationen (Schwerpunkt Umwelt und Entwicklung). Da wo einst die politischen Eliten Westdeutschlands im ehemaligen Regierungsviertel zusammen kamen, ist nach dem Umzug des Parlaments nach Berlin ein internationales Kongresszentrum entstanden.

Zur Geographie ist folgendes zu bemerken. Bonn liegt zu beiden Seiten des Rheins 30 Kilometer südlich von Köln, der nächsten richtigen Großstadt. Die Stadtgrenzen haben die erstaunliche Länge von 61 Kilometern. Die höchste Erhebung der Stadt liegt 194 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Einwohnerzahl liegt bei 300.000 Bürgern. Damit ist Bonn deutlich kleiner als Köln und immer noch kleiner als Bielefeld. Allerdings gehört Bonn zu den ältesten Städten in Deutschland. Erst Siedlungen wurden 16 v.Chr. von römischen Soldaten errichtet. Diese wurden Bonna benannt. Es handelte sich damals um ein Erkundungslager. Nach der Niederlage der Römer gegen die Germanen wurde in Bonna jedoch eine ganze Legion stationiert. Um das Lager herum siedelten sich Handwerker und Kaufleute an, die Handel trieben.

Im Jahre 1818 wurde in Bonn die erste Universität gegründet. Nach dem zweiten Weltkrieg profitierte die Stadt von dem Zuzug der Regierung. Den Umzug von Parlament und Regierung hat die Stadt Bonn erstaunlich gut verkraftet. Sicherlich hat auch die Bundesrepublik davon profitiert, dass das Land endlich eine echte Hauptstadt hat.

Nun sind Wohnungen in Bonn wieder günstiger zu haben.

Klaus-Martin Meyer

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